#1: Darum.

Es sprechen etwa eine Million Gründe dagegen, dieses Blog zu starten:

  • ich habe einen Vollzeitjob
  • mein Privatleben ist mehr als gut ausgelastet
  • es wird Zeit, die ich sonst für andere Dinge habe, fressen
  • ich finde meinen Titel noch nicht passend
  • es gibt da draußen so viele (Näh-)Blogs, es ist fraglich, ob ich etwas relevantes beisteuern kann
  • (Näh-)Blogger stehen unter „sie machen sich die Welt wie sie ihnengefällt“-rosa-Zuckerwatte-Verdacht
  • ich schaffe nur drei Beiträge, stelle fest, dass ich hier mit mir selber schreibe und bin frustriert
  • ich bin eine lausige Fotografin

Es sprechen drei Gründe dafür, es zu tun:

  • ich bin Blog-Junkie: ich liebe es, Blogs zu lesen und fahre morgens mit der Bahn statt mit dem Rad zur Arbeit, um zehn Minuten zu haben, auf dem Smartphone alle neuen Posts lesen zu können
  • es hat mir gefehlt
  • ich nähe wieder, weil es Blogs gibt

Mit dem dritten Punkt erschlage ich alle Bedenken: ich habe viele Jahre nicht mehr genäht. Vor zwei Jahren bin ich auf der alten Bernina Record 3000 meiner Mutter wieder angefangen, fünf Monate später zog eine Overlock dazu, seit einem Jahr habe ich ein eigenes Nähzimmer und ich nähe am liebsten für mich, mein Stof- und Schnittlager wachsen schneller, als ich abarbeiten kann. Schätze, ich bin ein Nähnerd.

Alles, was Mama mir nicht beigebracht hat, habe ich mir selbst beigebracht. Oder besser gesagt: haben mir die vielen, vielen, vielen Blogs, Plattformen und Onine-Shops ermöglicht, die es im Netz gibt. Ich habe Fertigkeiten erworben, weil Menschen sich die Mühe gemacht haben, Tutorials zu erstellen. Ich habe die tollsten Schnitte gefunden, weil Blogger sich darüber ausgetauscht haben. Ich kaufe meine Stoffe online, weil ich weiß, wo und wie ich suchen muss. Jetzt möchte ich etwas davon zurück geben. Ich möchte meine Erfahrungen und Erkenntnisse, meine Ergebniss teilen. Nicht, dass ich glauben würde, besonders gut oder ausgefallen zu arbeiten – aber mir macht es Spaß und ich weiß, dass es vielen anderen auch so geht.

Just another sewing Blog?

Mitnichten. Neben dem Nähen beschäftigen mich einige andere Themen. Online-Feminismus. Kind und Karriere. Social Media. Patchwork-Leben. Politikverdrossenheit. Backen. Laufen. Unser weibliches Selbstbild. Und so weiter. Das Nähen ist der thematische Aufhänger, den ich brauchte, dieses Blog einzurichten – mir selbst gebe ich die Freiheit zu entdecken, wohin das Ganze führt. Gerade wegen der vielen Gründe die dagegen sprechen. Und ein bisschen Zuckerwatte im Leben schadet nie.

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5 Gedanken zu “#1: Darum.

  1. Pingback: #96: Blogwoche | Bloggen. Leben. Nähen.

  2. Hallo, Wie schön, deine Themen sind anscheinend ähnlich wie meine Themen und ich freu mich auf mehr! Die Analyse des Grünenprogramms fand ich sehr spannend und freu mich auf mehr!
    Lg Catherine
    P.S. Der MMM fehlt mir langsam auch

  3. Dann liefere ich dir hiermit mal den ersten Beweis, dass du nicht mit dir selbst schreibst. *lach* Ich habe dich vorhin in den Kommentaren beim Kirschenkind „gefunden“ und auch wenn hier noch nicht allzu viel steht, bin ich doch gespannt auf das, was noch kommen wird! Ich mag deine Blogroll und ich mag die Themen, die dich interessieren. Also ich bleib dran. 🙂

    • Meine erste Leserin kommentiert gleich, wenn das kein gutes Zeichen ist 🙂 Danke, liebe Svenja! Ich freue mich sehr und bin mir sicher, dass das hier langsam aber stetig wachsen wird. Alles sehr aufregend.

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