#20: Me Made Mittwoch.

Es ist der 11. September 2013. Heute vor 12 Jahren … weiß sicher jede von uns, was sie getan hat. Ich weiß schon, es gibt viele Millionen Schicksale jeden Tag, derer nicht gedacht wird und über die wir folglich hinweg gehen. Der 11. September ist aber trotzdem ein prägendes Datum für unsere Welt gewesen und darum werde ich mich vermutlich immer daran erinnern und an die denken, die den Tag nicht überlebt haben und an die Menschen, deren Leben von einem Datum geprägt ist – egal ob es 9/11 oder welches Datum auch immer ist. Ein Grund mehr, täglich dankbar zu sein für das, was ich habe und zufrieden mit dem Leben, das ich führe. Ein Tag, an dem ich nicht sofort zur Tagesordnung übergehen kann.

In diesem Sinne trage ich heute Spätsommersonne. Nur für den Fall, dass die Frühsonne die schönste Stadt der Welt heute nicht den ganzen Tag begeleiten möchte, habe ich mich in last-season-gelb gewandet. Me made ist dabei mein treuer Begleiter: meine Streifen-Amy. Der zweite Rocke den ich im Winter vor zwei Jahren nach 15 Jahren ohne Nähmaschine fabriziert habe. Der Stoff ist ein klassischer Streifenjeans, von mir sehr geliebt und mit pinken Taschen versehen. Ein Tick von mir: Taschen müssen, sofern sie es mal an eines meiner Kleidungsstücke schaffen, gern pink aber mindestens anders als der Rest sein. Und so verarbeitet, dass bestenfalls nur ich das weiß und niemand etwas sieht.

Amy_vorn

Merkt ihr was? Ich hatte heute einen Fotografen. Das Copyright am Bild hat der beste Mann von allen.Aber posen und lachen sollte ich – morgens um 7 Uhr!

Amy ist ein toller Schnitt für Anfänger und ich habe ihn in zwei weiteren Varianten im Schrank hängen. Ich mag neben den schönen Baumwollfähnchen und großen Kleiderschnitten einfache, alltagstaugliche Kleidung. Ein Rock zum gekauften Pulli und bunte Strumpfhosen und der Tag wird mein Freund. Quasi so etwas wie die Jeans des Selbernähens sind mir meine Standardröcke. Ich mag sie auch wenn sie nicht die große Robe sind.

Der Rock hat einen Bund und anleitungshörig wie ich bin habe ich den Reißverschlus damals in die Seitennaht gebaut. Würde ich heute nicht mehr machen – sinnfreies Gefummel bei 0,7 cm Nahtzugabe – das hat mich damals fast alle vorhandene Nerven gekostet. Seht ihr ihn da unten? Da war nicht viel zu retten.

Der Bund steht hübsch ab, daher wird dieses Modell als Zuppel-Rock in die Geschichte eingehen.

Der Bund steht hübsch ab, daher wird dieses Modell als Zuppel-Rock in die Geschichte eingehen.

Natürlich hat dieser Rock keine Hohlkreiuzanpassung erfahren – ich wusste vor zwei Jahren nicht mal, dass so etwas geht. Daher steht der Bund immer hübsch ab und der Rock zieht Querfalten. Aber ehrlich mal: egal – er ist mein Erinnerungsstück an das, was ich seither gelernt habe und ein weiterer Grund, immer weiter zu machen, mehr zu lernen, besser zu werden, zufriedener.

Der Rock ist ungefüttert, daher trage ich mein Lieblingsunterkleid nach diesem Schnitt drunter. Das werdet ihr an dieser Stelle nie zu sehen bekommen, aber ich kann den Schnitt wärmstens empfehlen, ebenso diese Stoffempfehlung aussprechen.

Guckt euch Frau Kirsche an – sie führt den MMM heute in spätsommerlichem Weiß an – zauberhaft. Genießt den Tag und habt Spaß mit den MMM-Kreationen.

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24 Gedanken zu “#20: Me Made Mittwoch.

  1. Pingback: #22: Röcke für den Herbst | Bloggen. Leben. Nähen.

  2. Ganz tolle Farbkombination!! Gefällt mir außerordentlich gut.
    Die kleinen Unstimmigkeiten fallen nicht wirklich auf. Mein erster Rock steht auch ab, aber das war mir damals sowas von egal! Hauptsache, ich kann das Ding anziehen!
    LG, Sandra

  3. Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da… Ja, das Lied fiel mir bei deinem Outfit gleich ein. Sieht richtig gut aus und macht weiterhin Lust auf farbigen Herbst ;-). Lg Verena

  4. Hallo Katarina, mir gefällt der Rock auch super. Auch die Farbauswahl. Da ich den Rockschnitt auch sehr mag und inzwischen schon drei Amys in unterschiedlichen Formen und Farben genäht habe, noch nen Tipp. Ich nähen den Reißverschluß hinten ein, dabei kann man auch èine prima Hohlkreuzanpassung machen. Er sitz einfach besser und man bekommt den Bund perfekter hin. Übrigens auch ohne Kellerfalte ist der Rock sehr hübsch.
    lG Silke

  5. Mir scheint, Herbst scheint Amy-Zeit zu sein. Ein Rock nach diesem Schnitt war im vergangenen Winter mein großer Alltagsheld.
    Ein Unterkleid unterm Rock – funktioniert das gut?

    • Ich liebe Unterkleider zu jeder Jahreszeit und zu jedem Outfit, das ein Rockteil hat – ob nun Rock oder Kleid. Der Vorteil beim Rock: auch Oberteile bleiben, wo sie hingehören und rutschen nicht ständig herum. Die Kombi Rock, Strumpfhosenbund, Unterhemd und Blus ist im Bauchbereich doch recht knubbelig – da sieht ein Unterkleid um einiges besser auch von außen aus. Außerdem nähe ich meist in dem Bestreben, einen Rock auch mal ohne Leggings/Strumpfhose im Frühjahr oder Sommer tragen zu können, da mag ich kein Futter an den Beinen haben. Mit einem Unterkleid verhindert man gleichzeitig das Krabbeln an Strumpfhosen.

  6. Oh ja. Ich weiß noch ganz genau wo ich am 9/11 war und was ich gemacht und gedacht habe. :/
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    Dein Outfit ist total schön, tolle Farben! (Und das Unterkleid würde ich ja schon gerne mal sehen. 😉 )

    Liebe Grüße, Smila

  7. Hi,
    super Farbkombination. Von einem schönen Unterkleid träume ich auch. Ich habe eine Anleitung in der Ottobre 2/2012 nach der ich vorgehen möchte.
    Der Amy-Rock sieht klasse an dir aus – die wenigen „Ungereimtheiten“ stören da gar nicht.
    LG
    Simone

    • oh an der habe ich mich auch versucht und bin erst am Schnittmusterbogen und später an der Anleitung verzweifelt. Ich fand die Stoff-&-Stil-Variante deutlich einfacher. Ist aber natürlich total subjektiv.

    • Das mit den pinken Taschen finde ich gut (nicht nur weil ich einen leichten Pink-Hau habe), kann ja auch eine andere Farbe sein, gerne auch gepunktet! So ein kleines Extra macht ein Teil eben besonders und wie du schon sagst, reicht es ja schon, wenn das nur für einen selbst ist. Liebe Grüsse!

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