#28: Blogwoche

Mein absoluter Favorit der letzten Woche ist diese Grafik. Das GAARN Blog hat gepostet: „Deutschland näht“ – ich möchte sie ausdrucken auf aufhängen. Natürlich ist sie kommerziell gefärbt, da sie vom Stoff Kontor beauftragt wurde – ich nehme an, dass die eigentliche Fragestellung die nach dem Einkaufsverhalten war. Allerdings stecken spannende Fakten darin. Erfreuliche 79% der Befragten nähen für sich selbst – Catherine: Mission erfüllt würde ich sagen 😉 Der Großteil von uns investiert monatlich zwischen 31 und 50 Euro in seine Leidenschaft – da liege ich drüber, schätze ich mal. Ich lasse das Zusammenrechnen besser sein. Wünsche mir aber deutliche mehr Forschung und Fakten zu dem Thema.

Das Titelmodell der September-Burda erfreut sich in Rusland steigender Beliebtheit, wie Sewing Galaxy berichtet und in der Tat hat sie Recht: in der deutschen Blogosphere ist es bisher kaum aufgetaucht. Falls es auf eurer Liste steht, lest vorher ihren Beitrag zwecks Änderungen dazu.

Dafür habe ich ein akutes Nähzeit-Problem – warum das so ist, hat Michou auf den Punkt gebracht und mir somit aus der Seele geschrieben, auch ohne Söhne in meinem Haushalt. Ich muss mir Nähzeit auch immer erarbeiten – erst wenn Haushalt & Co. zu meiner Zufriedenheit erledigt sind, setze ich michhinter die Maschine. Schön bescheuert. Ist das bei euch auch so? Und falls nicht: ich bin für jeglichen Tipp, wie ich mich diesbzgl. selbst überlisten kann, dankbar.

Über Mütter bloggte Tanja Prinzessin zu Waldeck, Geschäftsführerin von NetMoms, letzte Woche. Sie fordert „Mütter, holt die Friedenspfeife raus“ und da die Botschaft für mich derzeit mehr zählt als der Hintergrund des Absenders kommt der Link nach langem Überlegen in die Liste. Ihr kennt ja mein Mantra schon („jede/r soll seinen/ihren Weg so gehen können, wie er/sie will – hauptsache nicht ppolitisch oder wirtschaftlich per Rollendekret verordnet“). Dazu gehört auch, dass Frauen und Mütter aufhören, sich gegenseitig zu bewerten und zu urteilen. Fangen wir also damit an – als erstes würde ich gern alle Schubladen zu dem Thema abschaffen. „Karrieremum“ vs. „Nur Hausfrau“ – nö bitte nicht mehr.

Über Schubladen hat sich die Punktefrau sehr zu meiner Freude aufgeregt. „Generation Y – Zur Hölle mit den Schubladen“.

Zm Abschluss Mädchenkram: bei Colette ging es letzte Woche um Eyeliner – muss auch mal sein. Ich mag die Bilder, die so unterschiedliche Frauen zeigen und mich hat es inspiriert, mal wieder mit schwarzen Stiften zu experimentieren. Seit Anfang des Jahres will meine Haut keinen Lidschatten mehr akzeptieren – auch Mascara mag die Diva nicht. Müssen also andere Mittel her. Ich neige nicht dazu, mich freiwillig zuzukleistern, mag aber Kleinigkeiten wie Rouge ab etwa November bis Juni, dezent geschminkte Augen oder mal tolle, farbige Lippen. Wäre ich geduldiger, würde ich Nagellack nutzen – ich habe aber kapituliert – zu schnell will ich Dinge wieder anfassen, sodass ich immer das Ergebnis ruiniere. Ich bin deutlich kein Schminknerd.

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6 Gedanken zu “#28: Blogwoche

  1. Boah, was gibt es für ein nähnerdigeres Thema als statistische Erhebungen zum Thema Nähen? Mein Herz singt! Danke für den Link!

    Ich bin übrigens immer beruhigt, wenn ich Frauen kennenlerne, die sich zwar für Klamotten interessieren, aber nicht so viel mit Schminke anfangen können. Ich dachte immer, dass ich das im Laufe des Erwachsenwerdens lernen würde, aber hier bin ich und ich kann außer Wimperntuschen immer noch nichts. Den Eyelinerpost bei Colette habe ich mir auch lange angesehen, den Look finde ich so cool!

  2. Also ich liege auch über dem errechneten Monatsbetrag. Aber ich rechne auch lieber nicht genauer nach 😉
    Dank Job (25 Std. plus 10 Std. Fahrzeit), Haushalt und Kind (22 Monate alt) muss ich mir meine Nähzeit auch immer erst erarbeiten. Aber das motiviert mich wenigstens dazu den Haushalt zu machen (ich hasse bügeln und Boden wischen!!!). 🙂
    Thema Schubladen: schade, aber leider Realität. Habe trotz Job mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Dabei bin ich weder Karrieremum noch „nur Hausfrau“.

    Vlg Desiree

  3. Liebe Katarina,
    vielen Dank für dein Rückblick! Gute Idee die Highlights der Woche zu betonen *daumenhoch*

    Die Statistik finde ich auch interessant und spaßig (besonders weil da irgendwie die Zahlen nicht immer auf 100% kommen und man nicht unbedingt weiß, wie die fragen gestellt wurden… aber 50€ pro Monat ist arg wenig für unsere Verhältnisse ;D).

    Und zum Punkt Nähen/Hausarbeit & Co kann ich nur meine Erfahrung geben, die ich schon aus dem Elternhaus übernommen habe. Meine Mutter war ihr Leben lang voll berufstätig und es gab die Hausarbeit nach Regeln – an einem Tag in der Woche wurde die Wohnung aufgeräumt und geputzt. PUNKT. Wenn man sich nicht daran hält, findet man immer was zu tun und man ist mit dem Haushalt, Garten, Einkauf &Co beschäftigt. Wir halten es auch so – an einem Tag der Woche wird Bad&Küche gemacht, Bett bezogen, Böden gewischt, alles gründlich gesaugt und ein großer Wocheneinkauf erledigt. Der Rest der Woche wird nur „wenn es wirklich nötig ist“ was gemacht. Und es gibt Sonderarbeiten (Kräutergarten winterfest machen), die werden extra geplant. Und ich habe alle unnützt Arbeiten abgeschafft – bügele nur wirklich einzelne Kleidungsstücke kurz vorm anziehen (jetzt werde ich bestimmt böse blicke bekommen ;)). Ordentlich gefaltete Kleidung nach dem Trocknen erspart so einige Bügelstunden. Zusätzlich frieren wir gerne Eintöpfe&Co, um bei im Notfall (d.h. dass keiner Lust hat zu kochen) was schnelles auf den Tisch zu zaubern. Oder es gibt an solchen Tagen nur Nudeln mit Pesto & Parmesan und abends Käseplatte mit Glas Wein (während ich letzte Stiche per Hand mache). Und es gibt Aufgabenteilung! Wir wohnen im Generationenhaus, da ist es wichtig, dass jeder sein Bereich hat, um sich nicht auf die Füße zu treten. So geht es eigentlich ganz entspannt zu.. Jeden Samstag (ich kann ja nur am Wochenende nähen, da ich sonst beruflich viel unterwegs bin) bekomme ich mein Kaffee ans Bett und wir gehen die ToDo-Liste durch, um die Tage optimal zu planen, so dass jeder auch Zeit für sich genießen kann – klappt bisher wunderbar.

    Ich wünsche Dir schöne stressfreie Woche mit viel Zeit für Dich!
    Liebe Grüße
    FvW

    • Liebe Frau von Welt,

      vielen Dank für diesen Einblick. Da steckt einige drin, das ich bei mir noch nicht so optimal mache. Von zu Hause kenne ich das auch: an einem Tag alles und dann Ruhe. Wobei das relativ war, weil ich mit drei Geschwistern aufgewachsen bin und meine Mutter immer irgendwie etwas geputzt hat. Aber ein Plan ist sicher sinnvoll – bügeln habe ich auch weitgehend abgeschafft. Das Bügelbrett steht sowieso immer im Nähzimmer da kann ich auch fix vor der Arbeit noch das benötigte Stück bügeln. Ich werde den Hausltskram mal neu planen und hier darüber berichten.

      LG

      Katarina

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