#40: Blogwoche

Gestern Abend habe ich meinen Feedreader geputzt. Blog-Hygiene muss sein, ich folge schnell und gern allen möglichen Blogs und Themen. Sehe mir an, was kommt, was mich anspricht, lerne kennen. Neue Themen verdrängen alte. Ich finde es spannend zu sehen, wie sie meine Interessen und meine Neugier auf Dinge durch Blogs entwickeln. Manchmal aber gehen beide auch wieder – Interesse und Neugier haben sich dann doch nicht entwickelt, sind einen anderen Weg gegangen und ich entfolge wieder. In den letzten Wochen hatte ich täglich über 100 ungelesene Beiträge auf Feedly – ein Zustand den ich doof finde, mehr zu haben, als ich verarbeiten könnte. Ein Zustand der dazu führt, dass meine Aufmerksamkeit sich über Gebühr teilen muss, ich nehme dann nicht mehr richtig auf und wahr. Das soll so nicht. Also wurde geputzt und nun fühle ich mich wieder wohl mit dem, was kommt, schaffe es, auch mal längere Artikel zu lesen und mich gedankelich damit zu beschäftigen.

Das ist Teil meiner Selbstfürsorge. Warum genau gestern? Weil mich Annes Beitrag „Take care – Ein paar Ideen zur Selbstfürsorge“ auf kleinerdrei dazu inspiriert hat. Weil ich ihn zwei Mal gelesen habe, so viel steckte drin. Sie berichtet, welche self-care-Instrumente sich für sie bewährt haben. Warum Selbstfürsorge so wichtig ist. Meiner Meinung nach ist sie das nicht nur für Netzaktivistinnen, sondern für uns alle. Ich nehme mangelnde Selbstfürsorge vor allem bei Frauen wahr. Das Springen zwischen den Themen und Tätigkeiten, immer geteilte Aufmerksamkeit. 20 Themen und zu tuende Dinge auf einem Haufen – nicht nacheinander sondern auf einmal. Als Projektmanager weiß ich: der Berg muss in kleine Schritte zerlegt werden, damit ich ihn besteigen kann. Als Katarina tue ich: alles, und auf einmal. Und darum ist Annes Beitrag wichtig und richtig für mich. Vielleicht aber auch für euch.

Wo wir schon dabei sind über Fürsorge zu sprechen, da habe ich bei Pia Ziefle diese Woche einen sehr denkenswerten Beitrag (der bereits aus Oktober ist – weil s. oben) gelesen: „Event, Event, die Kindheit brennt„. Als Teilzeit-Betroffene in Sachen Kinder wundere ich mich immer nur. Ohne eigene Geburten vorweisen zu können, darf ich dazu nichts sagen habe ich gelernt und lasse daher andere sprechen und wundere mich weiter.

Die Berliner, die haben ein paar Dinge, die ich auch gern hätte. Einen Maybachufer-Markt zum Beispiel. Und singende Balkone – via Das Nuf.

So, kurze Blogwoche dieses Mal. Weil, siehe oben, mehr intensive Beschäftigung und damit ausgelöste teilen-wollen-Reflexe waren nicht drin. Nächstes Mal wieder. Habt ein schönes Wochenende!

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