#50: Von der Arbeit.

Vor ein paar Wochen habe ich euch erzählt, dass ich einen neuen Job anfange und meine Blog-Liebe auch beruflich leben darf. In der Folge habe ich viele interessierte und interessierte Gespräche mit euch geführt – vielen Dank dafür!

Nun kann ich euch etwas mehr erzählen – und bin sehr, sehr gespannt, was ihr dazu sagen werdet. Die stern-Stimmen sind ein Blog-Projekt, das ich zusammen mit vielen Kollegen in den letzten Wochen zum Leben erweckt habe. Guckt mal hier: www.stern.de/stimmen

stern-Stimmen

Ein Screenshot der Startseite auf http://www.stern.de/stimmen

Zum Start sind ca. 14 Blogger dabei – einige sind Journalisten, andere sind Blogger und wieder andere haben einfach spannende Sachen zu erzählen und probieren sich mit einem Blog aus.

Ich bin der Meinung, dass Journalismus und Bloggen sich hervorragend ergänzen. Blogs können das sein, was Journalisten nicht sein sollten: mittendrin im Leben. Journalisten müssen Distanz bewahren, objektiv bleiben und ja, sie werten auch mal oder schreiben ihre Meinung. Blogger aber haben vielfältigere Möglichkeiten, ihre Perspektive auf die Welt, auf ihr Thema zum Ausdruck zu bringen. Ich glaube, dass eine Win-Win-Situation für beide Seiten durch eine kluge und wertschätzende Zusammenarbeit entstehen kann.

Blogger erhalten den Zugang zu einer anderen, einer neuen Zielgruppe. Erst am Wochenende wurde ich in einem Seminar, das ich gegeben habe, gefragt: „Wie finde ich denn Blogs im Internet?“ Das zeigt, dass es noch viele Menschen gibt, die nicht wissen, was wir tun und wie Blogger arbeiten. Reichweite und Zielgruppen sind toll, mir war es mindestens genauso wichtig, Wertschätzung auch monetär darstellen zu können. Das haben wir geschafft, Blogger erhalten für ihr Engagement bei uns eine kleine Aufwandentschädigung.

Und was hat stern.de davon? Tolle Menschen, spannende Themen und neue User, die kommen, weil wir ihnen etwas Neues bieten können. Mir ist dabei wichtig, dass beide Seiten sich wohlfühlen und die Arbeit miteinander Spaß macht.

Die ersten Gespräche mit Bloggern waren sehr aufregend für mich: denke nur ich so oder geht es Bloggern wie mir? Ist meine Wahrnehmung kompatibel mit der, anderer Blogger? Ist das zugrunde liegende Modell attraktiv? Sehen Blogger einen eigenen Nutzen und haben Lust, mit uns zusammen zu arbeiten? Zum Glück war die Aufregung in vielen Fällen unbegründet.

Und noch etwas liegt mir am Herzen: ich freue mich sehr, dass ich sehr spontan und unkompliziert eine Bloggerin aus Nähnerd-Kreisen für das Projekt gewinnen konnte. Eine unserer Stimmen ist Sinje, die als „Dreiviertelpsychologin“ für stern.de bloggen wird.

Noch ein Hinweis: ich schreibe das hier nicht, um Werbung zu machen. Ich habe mich für diese Aufgabe entscheiden, weil mir Blogs und Blogger am Herzen liegen und ich es spannend finde, den weiteren Weg zwischen Unternehmen und Bloggern ein wenig mitgestalten zu können. Weil mir Transparenz gen Nähnerds wichtig ist – ich bin nur ein Mensch, aber einer mit vielen Interessen und suche einen guten Weg, privat, persönlich und beruflich auf verschiedenen Plattformen unter einen Hut zu bekommen.

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3 Gedanken zu “#50: Von der Arbeit.

  1. Pingback: #51:: WKSA Teil 4 | Bloggen. Leben. Nähen.

  2. Spannend, vor allem, wie sich das entwickelt. Viele Printmedien hatten ja bisher so eine on-off-Beziehung zu Bloggern: mal richtete man Blogs ein, mal schaffte man sie wieder ab, mal war es eine Spielwiese, wo sich Leute (unbezahlt) austoben durften (aber nicht zu wild, bitte!), mal wurden anderen Leuten aberwitzige Honorare fürs Bloggen bezahlt. Ich bin gespannt, ob sich nun langsam ein Standard etabliert – und wo der in diesem Spektrum liegen wird.

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