#55: Wider die Perfektion

Neulich hatte ich angekündigt, dass „Wider die Perfektion“ zu freitäglichen Reihe werden soll. Das ist gleich mal das erste „Wider die Perfektion“ der neuen Reihe. Es wird nicht immer Freitag sein, genauer gesagt bin ich mir nicht mal sicher, ob es überhaupt wöchentlich sein wird. Denn das hier passierte nach meiner Ankündigung folgendes: Kopfkino.

Freitag, nach dem ersten Post mein Kopf so: „Es ist Freitag, du wolltest die Blogreihe einführen, also mach mal“.

Ich so: „Klappe halten, wir haben die letzten Tage nur gerödelt dabei haben wir Urlaub und in wenigen Stunden kommen die Wochenend-Kinder für eine Woche, ich muss noch (hier folgte eine 20-stellige To-Do-Liste)“

Kopf so: „Beim ersten Mal gleich nicht schaffen, tsss. Erst die Klappe aufreißen und es dann nicht einhalten. Schöne Bloggerin bist du“

Ich so: „Ruhe jetzt, ich bin erst bei Punkt 3 meiner 20 abzuarbeitenden To Do’s und habe jetzt keine Zeit und Muße dafür“

Das ging dann die 20 To Dos so weiter zwischen ihm und mir, ich erspare euch den Quatsch.

So ist das häufiger zwischen meinem Kopf und mir. Ich überlege mir etwas, das mein Kopf toll findet, ich natürlich auch, und dann wirds verschoben/geändert/umgeplant. Lange Jahre dachte ich, verschieben sei unprofessionell/unfreundlich/egoistisch/was-weiß-ich-wie-negativ-gewertet. Ist es nicht. Verschieben, ändern, neu denken, umplanen – das ist Realität und es ist wider die Perfektion und für das eigene Wohlbefinden. Wodurch ich das endlich gemerkt habe? Durchs Nähen. Ändern bedeutet meistens, es besser zu machen. Umplanen bedeutet meistens, ein besseres Ergebnis/mit wenig Stoff auskommen/das schönere Stück in Händen halten zu können.

Weil die Dinge, die ich als Erwachsene lerne, Gefahr laufen, wieder verlernt zu werden, kommt auf die Liste der Dinge, die mich durch 2014 begeleiten werden: verschieben und ändern ohne schlechtes Gewissen. Dementsprechend gibt es diese Blogreihe – aber nicht immer freitags, sondern in dem Moment, auf den ich sie verschoben habe.

Ich wünsche euch morgen einen guten Rutsch in das 2014, das ihr euch wünscht – wir lesen uns im Januar wieder!

 

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3 Gedanken zu “#55: Wider die Perfektion

  1. Nennen wir es doch „anpassen“, z. B. an Prioritäten, Zeitfenster oder einfach an die eigene Lust oder den Unmut…
    LG,
    Kathrin

  2. Ich habe ähnliche Erfahrungen mit dem Verschieben gemacht wie Du. Früher hab ich mich selbst immer unglaublich gestresst, weil ich zuviel in zu kurzer Zeit schaffen wollte. Das ist Quatsch und wenn man auch mal einen Tag gar nix macht, gehen die Dinge an Tag drauf manchmal einfach von alleine viel schneller. Verschieben heißt ja auch, dass man Sachen plötzlich aus einem anderen Blickwinkel sehen kann und das kann ja nicht schaden. Dir auch einen guten Rutsch!

  3. Ein Hoch auf das Verschieben! Ob freitags oder an anderen Tagen: Ich freue mich auf diese Rubrik (und alles weitere, was du hier noch mit uns teilen wirst). Einen guten Rutsch und liebe Grüße!

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