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#65: Me Made Mittwoch

Dunkel, kalt, früh. Wohlfühlkleidung muss den Tag retten und mich durch die X Termine heute begleiten. Also muss ich Platz haben, relativ knitterfrei, warm angezogen und trotzdem einigermaßen „angezogen“ sein. Meine Wahl fällt auf das überarbeitete Weihnachtskleid. Weiterlesen

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#64: Blogwoche

Die erste Blogwoche in diesem Jahr startet langsam und gemächlich, sozusagen zum Warmmachen, mit Leckereien. Die Küchenchaotin erklärt wie man diese fiesen sehr leckeren kleinen Schokoküchlein mit flüssigem Kern backt. Bei Katja gibt es unterdessen die schnellsten Zimtschnecken der Welt – ich könnte durch den Bildschirm gen Ostfriesland kriechen so lecker sehen die aus.

Seid ihr wieder drin? Ich auch. Dann gehts weiter mit #nähnerd-Content Inhalten. Erste Kleiderliebe in diesem Jahr: das Kleid, das die Kleidermanie in dieser Woche beim MMM vorgestellt hat. Daran ist ja mal alles wunderbar und mit Glitzer obendrauf: Hemdblusenschnitt, doppelreihig und dieser Stoff. Der Schnitt ist offenbar nicht ganz so einfach zu bekommen, aber ich werde ihn auftreiben. Meike, die Tapfere, nimmt jetzt Schnittunterricht. Ich hoffe sehr, dass sie das kleine Doktorat weiter mit uns teilt und fortführt. Interessant finde ich, das ganze Thema mal so von außen zu betrachten und festzustellen, dass man erst verstehen und dann individualisieren kann. Tasia hat letzte Woche über Perfektionismus nachgedacht: „Instead, I’ve been trying to focus on what genuinely makes me feel happy and creative, and going with that.“ Denkarbeit: was macht mich glücklich? Weiterlesen

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#63: Foto-Love-Story zum Wintermantel

Ich habe euch doch erzählt, dass ich neulich enorme Probleme mit der burda-Anleitung hatte. Konkret ging es um die Ärmelschlitze. Das steht in der Anleitung:

„(…) an den Oberärmeln den Schlitzbesatz und die Saumzugaben nach außen legen und an der Ecke schräg abnähen (Briefecke) Die Zugaben der Schrägnaht auf 5mm Breite zurückschneiden und auseinanderbügeln. An den Unterärmeln die Saumzugabe rechts auf rechts auf die Längskante der Untertritte steppen. Nahtzugabe vom Untertritt bis dicht zum letzten Steppstich einschneiden. Saumzugaben und Schlitzbesätze nach innen wenden (…).“ Weiterlesen

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#62: Der Wintermantel – Zwischenstand

Der Wintermantel wächst und gedeiht – langsam zwar, aber geduldig nähe ich mich durch die burda-Anleitung, die an einigen Stellen wenig verständlich ist und Telefonkonferenzen mit Mama erfordert. Dennoch oder gerade deswegen ist der Außenmantel fast fertig. Weiterlesen

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#61: Was aus den Plänen wurde – heute: Kleider

Neulich blickte ich bereits auf die Rock-Pläne zurück, heute sind die Kleider dran. Im September plante ich zu nähen: Cami, Sally Shirtdress, Elisalex, Tiramisu und Tanja.

Nun, die Bilanz sieht wenig rosig aus: Cami habe ich genäht und beim MMM gezeigt. Hier nochmal ein Auszug, der schön zeigt, warum außer an dem Tag dieses Kleid nie wieder aus dem Schrank durfte:

Cami_Dress_Pattern_2

Das Kleid sitzt einfach nicht. Oben ist es gestaucht weil es zum einen in der Taille zu eng und zum anderen hinten zu lang ist und so auf dem Po aufstößt und sich nach oben schiebt. Zudem mag ich das Futter nicht sehen, ich hätte mit dem Originalstoff doppeln sollen statt zu füttern. Die Ärmel sitzen, obwohl ich sie mittlerweile neu eingesetzt habe, überhaupt nicht. Sie ziehen Querfalten vorn und beulen hinten. Die vielen blauen Kam Snaps habe ich selbst verschuldet und finde sie, seit ich Knopflöcher machen kann, billig und blöd. Obwohl der Rock bereits sehr viel schmaler zugeschnitten ist, ist mir das zu viel Kräusel an einer Stelle meines Körpers, die mir für Kräusel nicht gemacht scheint. Kurz: ich fühle mich in dem Kleid einfach unwohl. Es darf bis zum Frühjahr weiter im Schrank wohnen dann ziehe ich es noch mal an, wenn es dann nicht sitzt darf es ausziehen.

Das Sally Shirtdress liegt als Schnittmuster unangetastet in meinem Schnittmusterregal. Ich habe keine Lust, es zu nähen, es ruft mich (noch?) nicht. Mal sehen, ob wir uns noch finden.

Elisalex. Was aus uns wurde im im ersten Absatz dieses Beitrags zu lesen, mehr sage ich dazu nicht mehr. (Beate: der Schnitt geht am Wochenende auf die Reise!)

Tiramisu. War ich anfangs sehr begeistert vom Cake-Pattern-System, verwirrten sie mich beim Bestellversuch mit „alten“ und „neuen“ Schnittmustern, als ich endlich dachte, ich hätte das richtige PDF-Pattern erwischt lies sich die Bestellung nicht abschließen. Habe das als Zeichen des Universums angesehen und erstmal die Finger davon gelassen. Meine Liebe gilt ja sowieso dem Webstoff, ich habe keinen Jersey mehr im Lager und ein gestreiftes Kleid im Winter scheint mir zu sommerlich.

Tanja. Ja Tanja, was mache ich nur mit dir? Die Gute hängt im zweiten Winter als fertiges Schnittmuster an der Heizung und rollt sich auf. Nach dem ersten, zweiten, dritten und vierten Messen steht fest: wird problematisch werden. Brust = 40, Taille = 42, Hüfte = sagen wir mal grob geschätzt 46 – mein Maß befindet sich nicht im Schnitt. Joah, och nö. Die Risikoanalyse tendiert zu „sein lassen“.

Nach dieser nicht sehr rühmlichen Liste, habe ich aber mal geguckt, welche Kleider denn hier entstanden sind. Als erste – und jetzt alle zusammen rufen: D O D O K L E I D!

Jawoll – zwei sehr geliebte. Das Schweinchen und seine petrolfarbene Schwester. Ausreichend besprochen und gelobt.

Das Weihnachtskleid. Hartes Stück Arbeit. Hat mittlerweile neue Knöpfe, hier noch mit den alten:

burda_kleid

Oh und das eigentliche Weihnachtskleid nach diesem Schnitt habe ich in liebevoller Trennarbeit auch genäht – ich mag es nicht mal fürs Foto anziehen:

Bildschirmfoto 2013-11-14 um 22.13.24

Das Kleider-Fazit: ich hab ’ne Kleiderkrise. Eine ausgewachsene. Nichts sitzt, passt, alles muss x-Mal getrennt werden, ich bin immmer, immer unzufrieden und ich hasse unzufrieden sein. Seit einiger Zeit denke ich darüber nach, woran das liegt. Sind es doch vor allem die Kleider, die mich ganz zu Anfang den Weg des Klamotten-für-mich-nähens haben gehen lassen. Meine Analyse ergab folgende Probleme:

  • Passform: ich muss anfangen, Schnitte professioneller anzupassen. Punkt, keine Ausreden.
  • Kleiderform: Kräusel an der Hüfte gehen nicht. Oben eng, nach unten weiter auslaufend geht besser – entsprechende Schnitte suchen und nähen.
  • Verarbeitung: ich sehe meine Fehler, also behebe ich sie mittlerweile, also für Perfektion in diesem Fall mehr Zeit einrechnen und mir selbst geben. Ein gutes Kleid muss nicht in zehn Minuten fertig sein. Im Zweifel ist weniger mehr.
  • Stoffe: Frau Siebenhundertsachen und andere warnten bereits im Herbst – mein sommerlich verstrahltes Hirn wollte nicht hören, hier Notiz an mich selbst, zu lesen im Herbst 2014: es ist kalt in Hamburg und windig – echt jetzt glaub es mir! Und du hast keine Lust immer eine dicke Strickjacke im Büro zu tragen, wähl also warme Stoffe!

Und im letzten Teil sehen wir uns die Bilanz der Jacken an.

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#60: Me Made Mittwoch

Der erste Me Made Mittwoch des Jahres – ich freue mich, dass er wieder da ist und ich euch alle in euren hübschen Kleidern heute Abend begutachten kann. Guckt euch mal Julia in ihrem heutigen Outfit an – ich gehöre ja zu den schnellen Wegschmeißern aber wenn ich das so lese, sollte ich dieses Verhalten mal überdenken.

Bei mir ist es heute morgen ein wenig eilig zugegangen. Das Kleid schlief noch zerknittert im Bügelkorb und ich musste es erst sanft wecken und glätten. Weiterlesen

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#59: Was aus den Plänen wurde – heute: Röcke.

Die Projektmanager-Frau in mir hält viel davon nachzuhalten. Ist der Meilenstein erreicht? Wie weit ist das Ziel entfernt? Bin ich noch auf dem Weg? Beim Nähen verzichte ich zwar auf eine Stakeholderanalyse, führe aber – zumindest gedanklich – eine Risikoanalyse durch. Entsprechend habe ich mein Vorhaben Röcke, Kleider und Jacken für den Herbst/Winter zu nähen, nicht aus den Augen verloren oder gar ad acta gelegt. In den kommenden Tagen gucke ich mir mit euch zusammen mal an, wo ich stehe. Weiterlesen