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#73: Wider die Perfektion – heute: NFA

Seit ich nähe, nähe ich für mich. Mit wenigen Ausnahmen. Diese sind in der Regel einfach Röcke oder Shirts für sehr gute Freundinnen. Oder ihre Kinder. Oder meine Nichte. Denn, was ich noch weniger mag als für Andere zu nähen, ist, für Kinder zu nähen. Und warum? Weil, wegen Perfektion. Wenn ich mit meinen Passformunzufriedenheiten schon nur schlecht leben kann, werde ich das anderen nicht zumuten. Denn was ist schlimmer als die eigenen Unzulänglichkeiten an anderen spazieren getragen zu sehen? Eine nähende Freundin, die immer wieder sagt, dass dies, das und jenes ja doch nicht so richtig sei (<- it’s me).  Und weil meine Nähzeit begrenzt ist und ich sie – ganz egoistisch – am liebsten mit mir und für mich verbringe. Weiterlesen

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#71: Stoffmesse Hamburg

Neben den Stoffmärkten Holland sprießen die tollsten Dinge aus dem Boden in Nähland. So hat sich das Messecentrum Schnelsen überlegt, eine Stoffmesse anzubieten. Auf der Website werben sie im Bereich Aussteller damit, dass ein sattes Umsatzplus in diesem Bereich zu verzeichnen ist. Weiterlesen

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#70: Hebammen-Blogwoche

In dieser Woche dominiert ein Thema sowohl meine Twitter-Timeline als auch meinen Feedreader: Hebammen.

Nun ist es als Frau ohne Kinder und Geburtserfahrung schwierig, ihre Bedeutung auf das eigene Leben zu übertragen und es gibt sehr viele Diskussionsansätze, die nicht meine sind. Aber: Journelle hat mir klar gemacht, warum das Thema wichtig ist und auch mich etwas angeht. Sie verbindet #hebammenprotest mit #wiesmarties. Politiker signalisierten, schreibt sie, „dein Körper gehört uns, aber er ist uns scheißegal.“ Wahlfreiheit heißt das Stichwort – die freie Entscheidung, über meinen Körper bestimmen zu können. Kindersegen fragt, ob wir Hebammen wirklich wollen und verpasst dem geneigten Leser einen entsprechenden – Verzeihung – Arschtritt. Und wer bisher dachte, dass die Kündigung der Versicherung nur freiberufliche Hebammen gefährdet, der ist schief gewickelt, wie das Hebammenblog erklärt. Denn ohne zusätzliche Haftpflichtversicherung arbeitet auch keine Hebamme in der Klinik.

Viele Frauen verbloggen derzeit ihre Hebammen-Erfahrungen. Gleisbauarbeiten etwa – die verehrte Frau Frische Brise, die zudem weitere Links bereithält. Juramama macht gleich einen Rundumschlag aus Hebammenbericht, politischer und juristischer Einordnung.

Auf Twitter werden unterdessen Lösungansätze diskutiert:

Und wer protestieren möchte, kann das am Samstag in Hamburg tun:

Das beeidruckendste Stück in der Debatte ist für mich das Interview mit Dorothea Heidorn, einer erfahrenen Hebamme, die einen kritischen Blick auf ihren Berufsstand wirft.

 

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#69: Me Made Mittwoch

Manchmal, eigentlich eher selten, stehe ich morgens auf und weiß, was ich anziehen werde. Heute war so ein Tag. Dann aber stand ich vor dem Schrank und die erdachte Kombi wollte nicht, dass ich sie anziehe. Und dann blitzte das Cambi-Dress hervor und es war klar, dass ich dem wenig geliebten Kleid noch eine Chance gebe. Weiterlesen

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#68: Veränderung.

Es ist eher Ende Februar als Mitte des Monats. Nach wie vor hängt hier ein halbfertiger Wintermantel auf der Puppe. Seit bereits zwei Wochen wartet das Futter darauf, verstürzt zu werden. Musste warten, weil ich am vergangenen Wochenende Hilfe gehabt hätte. Wie gut, dass ich gewartet habe – die Anprobe ergab: er ist ein Sack.

Wie das passieren konnte? Nun, mir geht es ähnlich wie Cat – im letzten Jahr haben sich einige negative Emotionen, die dringend mit M&M’s kompensiert werden mussten, auf meinen Hüften gesammelt. Jetzt waren sie bereit, mich wieder zu verlassen. Eventuell ein blöder Zeitpunkt, ein so großes Projekt zu nähen, aber hey, was solls.

Zwei Tage habe ich die Erkenntnis jetzt sacken lassen. So schade. Diesen Winter wird das nichts mehr mit uns. Zum Glück fällt der Winter sogar in der Hansestadt aus, sodass der Schmerz eher ideeller denn realer Natur ist. Er wird jetzt zerlegt, die Schnittteile ändere ich eine Größe kleiner und schneide auf den vorhandenen Teilen neu zu. Das wird ein Spaß für sich werden, sodass ich den Mantel jetzt als Jahresprojekt betrachte, was mir die Freiheit gibt, ein paar andere Teile zu nähen und immer mal wieder dran zu arbeiten. Was ich euch sagen will: wundert euch nicht, wenn es demnächst Sommer ist und ich euch vom Mantel erzähle.

Hübschen Wochenstart wünsche ich euch!

 

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#67: Me Made Mittwoch

Ich kann es noch! Ein Kleid in kurzer Zeit und zu meiner vollen Zufriedenheit nähen. Yeah! Aber Achtung – hier kommen Fotos mitten aus dem Leben – abgerockt nach einem Tag im Büro.

Vorderansicht an Tür - danach ist es direkt in die Wäsche gewandert und wartet nun auf eine Runde bügeln.

Vorderansicht an Tür – danach ist es direkt in die Wäsche gewandert und wartet nun auf eine Runde bügeln.

Nach den Quälereien zum Ende letzten Jahres hatte ich schon befürchtet, meine Leichtigkeit verloren zu haben – aber nein – sie ist noch da. Wie neulich schon erwähnt, ist das hier ein Herzklopf-Bauchkribbel-Projekt gewesen. Die beste Voraussetzung für Erfolg. Beim letzten Me Made Mittwoch entdeckte ich Sandras Kleid und war sofort verliebt. Schnitt gekauft und losgelegt: Weiterlesen