#72: Me made Mittwoch

Ein T-Shirt nicht aus Jersey, sondern aus Webware wollte ich haben. Weil: es wird Frühling. Die heißen meist Blusen und nerven mich furchtbar, weil sie nach einem Mal tragen und waschen sofort wieder gebügelt werden wollen. Außerdem können Helga und ich derzeit nur große Knopflöcher und davon haben wir in letzter Zeit ausreichend gemacht (das gezeigte Kleid hat nämlich noch eine Jeans-Schwester bekommen, die ich auch bald zeige). Gleichzeitig hatte ich mir vorgenommen, in diesem Jahr mehr Blusen zu nähen. Denn zum einen habe ich im vergangenen Jahr, eher zufällig, Frau Emma entdeckt, der ich ein paar heißgeliebte Blusen zu verdanken habe. Zum anderen interessiert mich das Nähen der Blusen – also das Handwerk dahinter nicht so sehr das Endergebnis. (Etwas weniger ergebnisorientiert ist diese Haltung im Gegensatz zu meinen sonstigen Bemühungen schon, aber hey, hier bin ich ja der Bestimmer.)

Also lud ich mir Anfang Januar diverse Blusenschnitte auf den Rechner. Zwei der drei finde ich schon wieder „geht so“, sie liegen ausgedruckt im Nähzimmer, mal sehen ob ich sie verwirkliche. Salme Sewing Patterns Kimono Top war aber neulich fällig. Sehr simpler Schnitt – ich mag japanische und asiatisch inspirierte Linienfühung überaus gern, würde mich aber nie trauen, entsprechende Originalschnitte zu nähen (Größe! Anpassung!).

Kimono Top mit Hollyburn Skirt und Strickjacke am Abend nach einem längeren Bürotag.

Kimono Top mit Hollyburn Skirt und Strickjacke am Abend nach einem längeren Bürotag.

Sonntag binnen einer Stunde Schnitt geklebt, Größe ermittelt, Nahtzugaben angezeichnet (örgs – ich bin für eine Pflicht der bereits angebrachten NZ bei allen Schnitten dieser Welt), Stoffreste rausgesucht, zugeschnitten und diese erste Variante genäht. Montag Abend dann eine weitere binnen einer halben Stunde zusammen getackert. Toll. Schnell. Hübsch. Muss mich stark bremsen, sonst habe ich demnächst alle meine Stoffreste zu Kimono Tops verarbeitet.

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Der Versuch, ohne Fotografen mehr vom Oberteil zu zeigen. Wo soll ich denn das iPhone halten, wenn ich fotografiere und wie geht das mit Details zusammen? Egal, abdrücken, fertig, ich muss dringend ins Bett.

Einzige Anpassung: +3 cm Länge am Saum sonst wäre es arg kurz geworden und immer aus dem Rock raus gerutscht. Ich vermute mal, dass man so ein Top eher nicht in den Bund trägt aber das ist mir herzlich egal, ich wollte das so. Ansonsten in Größe 10 einfach runter-ge-overlockt. Tragegefühl: 1a, da keine Passform vorhanden gibts auch nichts auszusetzen. Solche Projekte tun der geschundenen Nähnerd-Seele gut. Ein T-Shirt aus Webstoff: I <3.

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So sähe es aus, wenn ich es aus dem Rock heraus tragen würde, was bei diesem Rock sicher nicht geht.

Und nun ab mit euch zum Me Made Mittwoch.

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7 Gedanken zu “#72: Me made Mittwoch

  1. Pingback: MMM 2014 | dunkelblaublog

  2. Pingback: #74: Me Made Mittwoch | Bloggen. Leben. Nähen.

  3. Solche schlichten Teile sind am Ende meist der Liebling im Kleiderschrank weil sie einfach zu fast allem passen und sehr unkompliziert sind. Dein Shirt aus Webstoff ist sehr schön geworden! LG Kuestensocke

  4. Sehr hübsch und wunderbar einfach dein Web-Shirt … wenn das einer geschundenen Nähnerdseele hilft sich zu erholen, sollte ich mir das SM wohl auch zulegen ;0)

    Liebgruß Doreen

  5. Oh, ich bin auf der Suche nach Ideen für Oberteile – und mir gefällt deine Idee als Jersey- oder aufwändige Blusen-Alternative sehr! Zu dem schönen Rock sieht das Oberteil in den Bund gesteckt toll aus.
    Liebe Grüße, Christiane

  6. Sommer-Feeling! Solche Shirts trage ich im Sommer statt T-Shirts. Allerdings wirklich deutlich kürzer und nicht in den Bund gesteckt. Wunderbar luftig, passformgenerös, von fluffiger Seide bis Dekostoff vom Schweden – alles geht…
    Das bleibt sicherlich nicht dein letztes Shirt!

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