Die Kugel.

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich mit dem Thema Schwangerschaft/Kind/Elterndasein in diesem Blog umgehen möchte. Es gab drei, vier Menschen, die direkt sagten: „Na, dann schreibst du jetzt einen Mami-Blog.“ Das habe ich vehement verneint. Muttersein & Co. einfach nicht mein ureigenes Thema. Dennoch gibt es einige Dinge, die ich hier gern mit euch teilen möchte. Links. Erlebnisse. Fragen, die ich habe etc. Zumal derzeit einige Nähnerds schwanger sind und ich spannend finde, was das mit ihnen macht.

Daher habe ich mich entschieden, ein Experiment zu wagen. Ich starte heute eine Rubrik namens „Die Kugel“ nenne und in der der Inhalt zu diesem Thema zusammen läuft – sei es als Beitrag oder als Linkliste oder was auch immer mir dazu einfällt. Für meine Näh-Leser_innen hat das den Vorteil, dass ihr kompakt einmal wegklicken könnt, wenn euch das nicht interessiert. Für mich hat es den Vorteil, dass ich ein Gefäß habe, weil doch einiges passiert.

Los geht es heute. Mit einem Thema, das mich derzeit täglich verfolgt: mein öffentlicher Körper. Seit ich schwanger bin, bin ich ein Gegenstand öffentlichen Interesses geworden. Dass weibliche Körper per se öffentlich diskutiert werden, ist mir seit frühester Jugend klar. Als ich 14 war und meinen ersten kurzen Rock trug, meinte meine Großtante: „Aber doch nicht mit DEN Knien, Kind“ Zack. Knie-Komplex erster Güte für 20 Jahre verankert. Oder im Jeansladen: „DIESE Größe führen wir nicht“. Zack, Größenkomplex. Schuhladen kennt ihr schon. Nähen können war da ein tolles Gegenmittel, das, wie ich jetzt weiß, eher äußerlich wirkte. Innen drin ist das alles noch da und wird seit Wochen an die Oberfläche gespült. Herzlichen Dank für diesen Selbsterfahrungstrip. Und das kommt so.

„Kann es sein, dass da zwei drin sind?“, Blick und Finger zeigen auf meinen fünf-Monats-Bauch.

„Boah, bist du schon schwanger – meine Schwester hatte deutlich weniger Bauch im vierten Monat als du“

„Wann ist es denn soweit, sicher bald, so groß wie der Bauch ist?“

Oder auch:

Dass ich nicht allein bin, stellte ich neulich auf Twitter fest:

So schlagfertig bin ich meist leider nicht. Ich stammel dann etwas von großen Eltern und ärgere mich.

Es bleibt nicht bei der äußerlichen Beurteilung meines Körpers, es gibt weitere zu beurteilende Themen. Mein Essverhalten etwa. „Mozzarella ist ggf. Rohmilchkäse – also ICH habe den in meiner Schwangerschaft ja nicht gegessen“. Gleiches gilt Schinken, Parmesan, Ziegenkäse und was die moderne Großstadtmutter noch so weggelassen hat. Neben der sowieso eigentlich kohlehydratarmen und zuckerfreien Ernährung, weil diese „das Kind frühzeitig abhängig und übergewichtig machen können“. Zumal, da ich ja sowieso schon so einen enorm großen Bauch habe, so die nicht geäußerte aber immer wieder mitschwingende Botschaft – eventuell doch besser weniger als mehr zu essen und das Dessert kann man sich auch mal klemmen.

Das Schlimme: ich selbst habe solche Sätze auch schon zu Schwangeren gesagt. Es tut mir leid, dass ich das getan habe, Mädels. Das bedeutet allerdings auch: ich verstehe, woher sie rühren und dass sie nicht immer so gemeint sind, wie ich sie verstehe. Umso mehr reizt es mich dieser Tage, Wein trinkend am hellen Tag in einem Cafe zu sitzen – einfach um mal wirklich zu provozieren. Ich nehme an, in gewissen Stadtteilen würde die Polizei gerufen werden.

Was ich mir wünsche ist das, was sonst im Leben auch gilt: die Grenzen kennen und respektieren. Ich kommentiere nicht jeden Bierbauch, ich merke nicht jedes Kilo, das jemand verliert oder gewinnt an, ich muss die Bluse, die mir an der Kollegin nicht gefällt, nicht öffentlich kommentieren. Ich kann das einfach lassen. Weil es mich nicht weiter bringt, weil es dem anderen weh tun könnte, weil es den Fokus auf Dinge lenkt, die nicht so wichtig sind. Was ich mir wünsche: dass das Gegenüber sich traut, mir das zu sagen, was er eigentlich sagen will. „Ich freue mich für dich“ oder „Wie geht es dir?“ oder auch „Echt? Du traust dich, ein Kind zu bekommen?“ „Bisher hatte ich den Eindruck, dass du keine Kinder willst“ – denn ich glaube mittlerweile, dass die Beurteilung nur die eigene Unsicherheit kaschiert – die Unsicherheit, ob man mich fragen darf, wie sich das anfühlt, warum ich das tue und so weiter. Man darf mich alles fragen – ich werde antworten. Nur bitte, hört auf zu beurteilen, was nicht beurteilt werden muss.

Nahtrag: Man muss mit mir übrigens nicht über die Schwangerschaft sprechen – ich habe volles Verständnis für jeden, den das nicht interessiert.

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11 Gedanken zu “Die Kugel.

  1. Glückwunsch! 🙂
    November ist verdammt schön zum Gebären, es geht nichts über die ganzen Weihnachtssüssigkeiten in der Stillzeit!
    Thema Bauch: Größenvergleich gefällig? Schau mal bei mir auf dem Blog- bin auch gross mit 1.80m

    Aber weswegen ich eigentlich kommentieren wollte: Provokation nach der Geburt klappt auch ganz gut gut, wenn du dir ein milchbildendes Malzbier (braune Glasflasche ist ein Muss) in die Coffee-to-go- Halterung deines Kinderwagen steckst.
    Die Blicke sind unbezahlbar! 😀

    Alles Gute weiterhin!

  2. Hallo, jetzt komme ich auch endlich dazu deinen schönen Beitrag zu kommentieren.
    Es ist auch wirklich ganz schlimm, zumindest manchmal. Bei mir sag ich mir dann oft noch, naja sie wollen mir zum ersten Kind halt gerne Tipps mitgeben.
    Nur manchmal funktioniert es dann nicht. Ich weiß auch genau, dass mich solche blöden Bemerkungen nicht triggern sollten, sie tun es aber. Weil man manchmal eh unsicher ist, in so einer Schwangerschaft.
    Ich muss aber jetzt auch zugeben, dass ich auch – besonders in der letzten Zeit – auch ganz tolle Bemerkungen und Komplimente bekommen habe. Im Aquafitkurs sind sie alle ganz begeistert von meiner Murmel. Im Nähladen meines Vertrauens bekomme ich auch gesagt wie toll ich aussehe. Und ich fühl mich auch gut.
    Und ganz besonders oft höre ich in letzter Zeit „Freust du dich auf dein Baby“ Jap natürlich tu ich das. Es ist etwas ganz besonderes und für mich nicht wirklich selbstverständlich..
    Und mir geht es da wie dir, ein Ultraschall-Bild und ich war verliebt in dieses kleine Wesen.
    Wir müssen uns halt ein dickes Fell anfuttern. Ich gehe davon aus, dass mit Geburt noch viel mehr Tipps und Ratschläge folgen werden. Bis dahin übe ich mich in Gelassenheit und ignorieren Kommentare a la „hast du einen dicken Bauch“ oder die ganzen Tipps und Anweisungen was ich jetzt noch dürfe bzw nicht dürfe (haha, war gestern erstmal lecker Sushi essen) einfach.
    Es ist halt so, gerade die ganzen Ernährungssachen sind ja Empfehlungen und nix weiter, am Ende muss jede Frau es selber wissen und ich bin der Überzeugung, wenn es dem Körper schaden würde, dann würde man es nicht essen bzw hätte man keinen Hunger drauf.
    Lass dich nicht so davon stressen. Ich freu mich auf deine Rubrik „Kugel“ und werde fleißig mitlesen und vielleicht kugeln wir ja gemeinsam 😉
    Liebe Grüße

  3. Ich hatte ja nur einen Minibauch – kein Wunder, war ja auch nur ein Minikind von ganz geradeso 2000g drin – auch das gab Anlass zu Fragen („Isst du auch genug“ „Musst du dich nicht schonen“ …). Ich habe da auch meist gar nicht viel zu gesagt, die ganze Vergleicherei nervt ja nur. Ich habe mich bemüht, mir Freude an Essen, Leben, Sport und Arbeit zu erhalten und das auch auszustrahlen. Und weil ich eh nicht so Bock auf babySachen shoppen , Kinderzimmer einrichten, usw hatte, haben vielleicht viele gedacht „Ach die Karrieretussi“ aber das war mir schnurzegal.
    Ehrlich: mach alles so wie du willst, je zufriedener du bist, desto besser. Schlank wirst du von allein wieder und der Rest ruckelt sich auch zurecht.

  4. Erstmal Gratulation!

    Ich äußere mich jetzt mal aus einer „War-noch-nie-schwanger-möchte-es-aber-mal-sein“-Perspektive. Als ein paar von meinen Freundinnen schwanger waren, habe ich schon bemerkt, dass es einen Ur-Instinkt auslöst und dass ich plötzlich das Bedürfnis hatte, die Guten zu schützen, und sie z.B. am Gehsteig innen gehen zu lassen, was mir vorher nie in den Sinn gekommen wäre und mich selbst überrascht hat. Ich war auch total neugierig wie das wohl so ist, was sie machen und nicht machen (sollen). Ich habe aber versucht mich mit den Tipps zu beherrschen, die ich von einer Freundin zur nächsten getragen habe… vor allem weil ich bemerkt habe, dass jede Freundin rundherum mit Tipps befeuert wurde und mit Fragen, auf die ich nie gekommen wäre… und eben die Schwangerschaft das einzige Thema war, genau so wie später das Baby. Ich dachte, es ist vielleicht besser, wenn wenigstens ich noch mit der Frau hinter dem Bauch spreche.
    Aber was ich auch beobachtet habe, war das es manchmal fast ein Ritual ist, mit dem die Frau in den „Klub der Mütter“ aufgenommen wird, die ganzen Geschichten die erzählt werden, die Fragen nach dem Stuhlgang, nach Blutzuckerspiegel… und vielleicht auch gleich eine Hierarchie aufgestellt wird und überprüft, ob man den eine bessere Mutter ist, weil man etwas nicht isst, was die andere isst. Wahrscheinlich ist das oft die eigene Unsicherheit, weil jede das Gefühl zu haben scheint, nicht zu wissen was sie da tut. Das beobachte ich auch bei Müttern die schon länger Kinder haben…

  5. OMG, Ihr besucht keinen Geburtsvorbereitungskurs?! Noch nicht einmal einen für Paare?! Wie willst du denn das Kind auf die Welt bringen? Ich glaube nicht, dass die Natur das so vorgesehen hat ;-)))
    Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, du läufst dich schließlich gerade erst warm… 😉
    Ganz liebe Grüße und alles Gute,
    Kathrin

  6. Hallo!
    Ich finde es gut, daß Du Dir Deinen Frust von der Seele schreibst, das Thema ist wirklich ein spannendes und aktuelles und im schwangeren Zustand sprichwörtlich unausweichlich… Mir geht es ein bisschen wie Dodo, ich kann nur den Kopf schütteln bei dem was ich so von Dir und Cutiecakeswelt lese, was ihr alles so abbekommt, was sind denn das für Leute da bei Euch??? Und ich frage mich, warum ich sowas (zum Glück natürlich) nicht zu hören bekomme. Das liegt wahrscheinlich daran, daß man einer zum dritten Mal schwangeren nicht mehr meint, Tipps geben zu müssen. Kleidung kaufen hab ich bei mir abgeschafft, ein Glück offensichtlich 😉
    Aber vor allem diese ständigen vergleichenden Kommentare (mein Bauch war blabla, bei meiner Schwester war das und das usw.), ich vermute, es gibt einfach einen wahnsinnig großen Gesprächsbedarf bei dem Thema, soll heissen, viele Frauen MÖCHTEN sich einfach gerne über Schwangerschaft unterhalten, auch wenn es ja eigentlich garnichts zu diskutieren gibt (Bauchgröße, also das ist ja nun wirklich aussagelos…). Es ist total schade, daß dabei immer so nerviges Geplänkel rauskommt, wie Du schreibst, die interessanten Fragen stellt eigentlich keiner. Oder gibt es dafür noch keine Tradition?
    Mich nervt ja mehr dieses dauernde Gefrage wie es mir geht, auf Twitter hatte ich es schon mal geschrieben. Und wenn ich mich NUR noch über meine Schwangerschaft unterhalten soll. Ich antworte darauf meist einsilbig und versuche jedes Gespräch was in dieses sensationsgeile Schwangerschaftserzähle abdriftet, auf andere Themen zu lenken.
    Bei meiner ersten Schwangerschaft fiel mir auf, daß der Bauch bei ganz vielen (wildfremden) einfach so einen Als-ich -schwanger-war-Erzählmodus auslöst, auch nicht immer so spannend…zum Glück hat das nachgelassen. Und auffällig auch: je mehr Kinder eine Frau hat, umso weniger erzählt sie von sich aus. Gebrannte Kinder wahrscheinlich…;-)

    Aber ich vermute tatsächlich, daß eine schwangere Frau bei den meisten Frauen irgendwas auslöst, es gibt z.B. viele schwangerschaftsneidende Frauen, denen es einen Stich versetzt, wenn Sie die andere im ersehnten Zustand sehen (kann mich selber dran erinnern, ich war lange auf jede Schwangere irgendwie eifersüchtig), das kann ja verschiedene Gründe haben. Auch frische Mütter haben vielleicht noch viele Eindrücke zu verarbeiten und suchen das Gespräch. Andere sind unsicher und denken evt., Du würdest Dich für nichts anderes mehr interessieren oder es wäre unhöflich, NICHTS zum Bauch zu sagen. Aber, wie gesagt, mich nervt es auch (und wenn ich solche Kommentare wie Du bekäme, holla…) und ich finds schwierig damit umzugehen, vor allem weil ich finde, es gibt einfach nichts zu erzählen, ausser wann der errechnete Geburtstermin ist vielleicht. Ich merke mir meist das beim letzten Ultraschall geschätzte Gewicht, immerhin ein Fitzelchen Information und das Gegenüber kann sich dann ein bisschen was vorstellen, falls es das gerne möchte.
    Dieses Tippsgegebe wird, Achtung, wenn das Baby da ist noch schlimmer, mach Dich auf was gefasst. Ich kann mich selbst erinnern, daß ich nach der ersten Geburt einen leicht missionarischen Drang hatte, wahrscheinlich macht jede Mutter Erfahrungen, die sie den anderen ersparen möchte und versucht sich mitzuteilen. Mittlerweile versuche ich mich sehr dezent zurückzuhalten mit Tipps und höre eher zu. Wenn ich nach Erfahrungen gefragt werde kann ich ja immer noch sagen was ich denke.
    Und beim Thema Kinderpflege driftet alles natürlich total auseinander, dabei sind die Babys noch unterschiedlicher als die Schwangerschaften! Da kommt dann auch noch das Generationending dazu, denn unsere Mütter haben vieles ganz anders gemacht und das musste damals so, schwierig für viele, zu sehen, was die Töchter heute tun „sollen“ oder „dürfen“, erlebe ich jedenfalls im Bekanntenkreis (meine Mutter hatte zum Glück schon zwei Enkel bevor ich mein erstes Kind bekam und war damals ausserdem auch eher ein Eigenbrötler was die Kindererziehung betraf.). Vielleicht ist es so gesehen ganz gut, wenn man in der Schwangerschaft schonmal anfängt, sich eine dicke Haut zuzulegen.

    Alles Gute weiterhin!
    Katharina

    • Liebe Katharina,

      danke auch dir für deine Worte. Ja vermutlich löst so ein Bauch auch Assoziationen und Gefühle bei anderen aus, die diese dann so schnell auch nicht in den Griff bekommen. Ggf ist Schwangerschaft – so öffentlich sie auf der einen Seite ja auch ist – dann doch auch so tabuisiert, eine gewisse Neugier Grenzen überschreiten lässt. Die ungefragten Tipps kommen näher – das merke ich bereits. Vom Kinderwagen bis zu unserer Entscheidung, keinen Geburtsvorbereitungskurs besuchen zu wollen, war bereits viel dabei – aber diesbzgl fällt es mir irgendwie leichter, auf Durchzug zu schalten, als wenn es um die Bauchgröße geht.

      Ich versuche derzeit, die guten Absichten hinter den Sätzen zu sehen und geduldig zu bleiben – nur wenns um eine Beurteilung meines Körpers geht, muss ich leider böse werden 😉 Und ich glaube, dass es sich hierbei zu weiten Teilen auch um ein Großstadtphänomen handelt – meine Freunde, die (wieder) auf dem Land wohnen kennen solche Erfahrungen auch nicht.

      Dir auch alles Gute!

      LG

      Katarina

  7. Ich bin ja schon “ alt “ und meine Meinung ist eventuell auch altmodisch … aber ich bin so sprachlos über die unreflektierten , nahezu frechen Kommentare zu Deiner Schwangerschaft , dass ich mich einfach äussern muss :
    Schwangerschaft ist etwas Normales , keine Abartigkeit bei der man die Frau wie ein Zirkustier begutachtet !!! Natürlich wird / wurde eine schwangere Frau wahrgenommen , auch als ich vor 28 Jahren zum ersten Mal schwanger war . Damals aber hauptsächlich positiv , nun ja , dass sich viele nicht verkneifen konnten den Bauch liebevoll anzutatschen , das hab ich mit Fassung genommen – es war schliesslich einfach die Freude der Leute . Eine schwangere Frau hat keine Krankheit , also sollte sie essen und tun und lassen dürfen was sie mag ( über den Rohmilchkäse könnt ich mich besonders aufregen ! ) – und jepp , wenn Du Lust hast am hellichten Tag mal ein Glas Wein zu trinken – tu es ! Deswegen bist Du ja noch keine Alkoholikerin und schadest Deinem Kind ( Und alle die schief gucken oder Kritik üben , haben die überhaupt Kinder ? Oder sind das mal wieder Äusserungen ohne eigene Erfahrungswerte , sozusagen vom grünen Tisch aus ? ) !! Unsere Körper sind schlauer als wir denken , wenn uns etwas absolut nicht gut täte würde er es uns signalisieren – wir haben nur leider verlernt darauf zu vertrauen …
    Hat Dich übrigens je jemand das Wichtigste gefragt , ob Du Dich freust auf Dein Kind , ob Du es schön findest Frau zu sein und ein Kind bekommen zu können ? Dass Dir leider noch niemand gesagt hat “ Ich freu mich mit Dir “ schriebst Du ja . Ich freu mich mit Dir !!! So wie wir verschiedenen Gesichter haben , so sind auch schwangere Bäuche verschieden – und das ist gut so und braucht mitnichten irgendwie von irgendjemand kommentiert zu werden !
    Lass Dich in nichts beirren , freu Dich auf Dein Kind ( auch wenn Du keins geplant hattest , es wird Dich sehr schnell becircen und voll für sich einnehmen 😉 )
    liebe Grüsse von der kleinen zur grossen Hansestadt Dodo

    • Liebe Dodo, danke für deine Worte! Ja es stimmt, es nimmt mich bereits jetzt voll ein – ich habe es heute im Ultraschall gesehen und bin bereits sehr verknallt – verrückte Natur 😉 Familie und Freunde fragen mich natürlich wie es mir geht, ob ich mich freue und freuen sich mit mir. Die oben geschilderten Kommentare kommen eher aus der 2. Reihe – Kollegen, entferntere Bekannte usw. Eigentlich Menschen, die mich nicht zu stören bräuchten und dennoch – es sind echt viele, vornehmlich in der Tat Frauen.

  8. Hallo Katarina, ich habe gerade den Beitrag gelesen und mich (und vor allem meine Töchter) in einigem wieder gefunden: auch ich bin 1,80 Meter groß, allerdings schon etwas länger, ich bin 51 Jahre. Hosen und Röcke habe ich auch nie! bekommen, damals in den 70ern/80ern war das noch schlimmer, es gab keine langen Größen für Damen.Bei Schuhen habe ich das etwas einfacher. Da hatte die Natur ein Einsehen und hat mich bei Gr. 40 stoppen lassen. Aber trotzdem, hohe Absätze??? Tabu!!!! Im Tanzkurs, in der Clique…. keiner der Jungs hat sich getraut, waren sie doch alle mindestens 10 cm kleiner!
    Mich hätte es nicht sonderlich gestört, ich hätte nur tanzen wollen….
    Die ersten Freunde, naja: auch hier konnte ich ihnen mit flachen Absätzen gerade so das Selbstvertrauen lassen. Schlimm. Irgendwann wars dann für mich auch komisch und als Lebenspartner wollte ich dann schon den Mann, zu dem ich „aufschauen“ konnte.
    Den habe ich dann auch gefunden. Heute trage ich Absätze bis 10 cm, stehe zu den 5 Kilo, die ich über BMI25 habe und bin stolz auf meine Töchter, alle zwischen 1,81 und 1,90 Meter groß, alle mit Schuhgröße 42 und alle richtig selbstbewusst. Sie versuchen erst gar nicht, sich in Größe S zu quetschen, sondern greifen ganz selbstverständlich zu L oder sogar XL. Ich hoffe, bei den jungen Leuten findet der Wandel im Kopf statt. Zu wünschen wäre es. Und du trag deinen Babybauch mit stolz. Der geht auch wieder weg.
    Grüße Alexandra

  9. Oh Gott ja! Mit zwillingsbauch und auch später mit Zwillings Babys bin ich an manchen Tagen nicht rausgegangen weil ich nur ungern im Mittelpunkt stehe und wirklich als gesellschaftliches Gemeingut angesehen wurde solange Bauch und Babys da waren …. Es war grauenvoll
    Und dir wünsche ich vor allem Ruhe dein Ding machen zu können ohne viel Gelaber von anderen!!!!

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