#121: Gedanken nach einem halben Jahr.

Sechs Monate? Sechs Monate. Und wir sind ein gutes Team, ein tolles, fröhliches, verliebtes Mama-Sohn-Papa-Team.

Es macht sehr viel mehr Spaß, als ich dachte.

Schlafen, bitte, bitte nur eine Nacht ganz durchschlafen.

Mr H du treibst mich in den Wahnsinn.

Deine Speckarme um meinen Hals. Deine nassen Küsse in meinem Gesicht. Deine Füße zwischen meine Beine geschoben beim Schlafen. Dein heißer Kopf auf meiner Brust, wenn du schläfst. Dein wilder Blick, wenn du etwas willst. Deine Kullertränen, wenn du weinen musst. Dein offener Mund, wenn der Brei dir richtig gut schmeckt. #mehrdavon

Hör sofort auf, mit denen Armen zu rudern, wenn ich grünen, braunen oder orangen Brei auf dem Löffel vor deinem Mund balanciere.

Wow – du hast einfach ALLES ausgespuckt. Überall hin.

Das ist das vierte T-Shirt heute. Für dich und für mich.

Nur noch drei, vier Mal am Tag stillen macht das Leben besser.

Ja das ist eine Taube – oh die liebst du offenbar, so wie du gluckst und mit deinen Ärmchen ruderst.

Nein, nicht auf dem Boden liegen? Schade.

Ja das ist ein anderes Kind – nein, vorsichtig anfassen, nicht den Schraubstockgriff bitte nicht.

Ob sich der braune Brei besser als der orange auswaschen lässt?

Er schläft, ich könnte mal eben zwei Nähte machen … oh er ist wach.

Nein, meine Klamotten passen immer noch nicht. Nein, das macht mir nichts aus, ich habe vor einem halben Jahr ein Kind geboren. #mantra

Wenn sie noch einmal fragt, ob meine Milch reicht, schreie ich.

Ich hätte gern meinen Körper zurück – dann fällt es mir auch leichter, ihn wieder mit dir zu teilen. Zum kuscheln, tragen, trösten und dich lieb haben.

Ist der süß.

Wenn er so guckt.

Oh er kann Rückwärtsgang!

Jajajaja hoch mit dem Po, du Süßer. Och Mist, es geht noch nicht auf die Knie? Vielleicht morgen.

Hör. Sofort. Auf. Zu. Jammern. Ich hassehassehasse jammern. Ich ertrage jeden Tonfall aber nicht dieses Jammern.

Oh doch nicht jeden Tonfall. Dieses Quietschen darfst du dir sofort abgewöhnen.

Dieses Lachen. Ich liebe dieses verschmitzte Lachen bei dem er seine Unterlippe aufzuessen scheint.

Zwei Schneidezähne unten – hallo Welt, mein Sohn hat es geschafft, seine unteren Schneidezähne zu bekommen!

Das ist also die erste Erkältung. Und das müssen wir jetzt die kommenden sechs Jahre drölfzich Mal im Jahr überstehen?

Könntest du bitte ganz schnell sprechen lernen? Du guckst so, als ob du spannende Dinge zu berichten hast.

Du flirtest.

Um dich dann in Mamas Arme zu fliehen.

Ich bin froh, dass dieses erste halbe Jahr rum ist. Warum findet man im ganzen Internet eigentlich nichts darüber, wie das mit einem Baby wirklich ist, Stattdessen Shoppingtipps und Mummy-Wars. Wie wärs mal mit dem echten Leben?

Es ist schön mit dir Mr H.

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Ein Gedanke zu “#121: Gedanken nach einem halben Jahr.

  1. Was für eine tolle Liebeserklärung an das kleine Wesen, das den Alltag der Mutter so völlig umkrempelt! Und nein, das sagt einem keiner vorher, dass frau sich eine Nacht durchschlafen wünscht,oder mal ganz ungestört frühstücken… Vom restlichen Chaos, das schier nicht bewältigt werden kann mal ganz abgesehen – aber wie ja auch aus Deinen Worten zu lesen ist, sie sind soooo zauberhaft! Und glaub mir, irgendwann gibts wieder ausschlafen und ganz normalen Alltag 😉
    LG Dodo

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