3

#108: WKSA 2014 Teil 2.

Heute gehts um folgendes:

Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht? Weiterlesen

10

#107: WKSA 2014 Teil 1.

In diesem Jahr war aus Gründen wenig Näherei auf diesem Blog angesagt. Zumindest wenig Näherei, wie ich sie gern habe. Aus Webstoffen, auf Figur gebracht und mit Lernfortschritten gespickt. Stattdessen: Jerseykleider, Kindersachen, Kissenbezüge und ähnliches. Ich jammerte bereits darüber. Weiterlesen

0

#106: Blogwoche.

Viel zu lange ist die letzte Blogwoche her – aber neben der Tatsache, dass die Wochen hier verfliegen, habe ich ein anatomisches Problem, das mich vom Bloggen abhält: langes Sitzen auf einem Stuhl geht gerade nicht mehr. Daher sitze ich auf dem Sofa und tippe. Dort aber klickt mein Bauch ständig auf der Tastatur oder dem Trackpad rum und ich muss alles drei Mal neu machen. Aber irgendwas ist ja immer. Weiterlesen

0

#105: One Lovely Blog Award

Vor mittlerweile mehreren Wochen  (Mutterschutz ist wie Renter-Sein: man kommt einfach zu nichts …) hat mich Sandra vom Blog „Akrobatik auf dem Wickeltisch“ für den „One Lovely Blog Award“ nominiert.  Vielen Dank dafür! Das ehrt mich – ehrlich, auch wenn sich das gleich anders lesen mag. Denn ich gestehe hier mal öffentlich, was ich sonst nur hinter vorgehaltener Hand erzähle: ich mag Blog-Awards nicht. Gar nicht. Echt nicht. Auch keine Kettenbriefe oder Stöckchen. Weiterlesen

17

#104: Jungs-Näherei.

Nachdem klar war, dass der Mensch in meinem Bauch ein Junge ist, habe ich begonnen, Nähpläne zu schmieden. Einer meiner ersten Gedanken nach dem Ultraschall war: „Ups, wo bekomme ich denn Schnitte und Stoffe für Jungen her?“. Das ging zum Glück besser als erwartet. Zum einen liefert z. B. Frau Siebenhundertsachen regelmäßig gute Hinweise auf taugliche Schnitte – an ihrer Empfehlung zu Klimperkleins Strampelhose hielt ich mich bereits bei den letzten Babygeschenken und die Mütter sind begeistert. Also gabs auch hier ein erstes Modell aus Papas abgelegter Jeans. Praktisch: Größe 62 passt hervoragend auf zwei Herrenjeansbeine. Weiterlesen

12

#97: Die Kugel und mein Nähnerd. Oder: Eine Ode ans egoistische Nähen.

28. Woche. Also 27+irgendwas – diese Art der Zählung werde ich nicht mehr beherrschen oder auch Ende 7. Monat. Zeit hat in der Schwangerschaft noch mal eine völlig neue Bedeutung gewonnen. Jede Woche wird gezählt, bei der Methode, die ich nicht behalten kann, sogar jeder Tag. Das ist toll, weil damit Bedeutung in jede Woche kommt. Guck mal, jetzt ist es ein Gummibärchen. Ui in dieser Woche wachsen die Wimpern. Und kommende Woche bilden sich die Furchen im Gehirn. Und so weiter.

Parallel passiert aber auch etwas anderes. Die Zeit verfliegt. Nicht so, wie am Ende jeden Jahres, an dem ich erstaunt feststelle, dass schon wieder ein neues vor der Tür steht. Eher so, wie vor einer wichtigen Prüfung – erst dauert alles ewig, kaugummizäh dehnt sich die Zeit aus, wenig pasiert, die Aufregung ist dennoch immer vorhanden, das Bewusstsein geschaffen. Ab einem gewissen Punkt beschleunigt die Zeit – sie beginnt erst langsam, dann immer schneller zu rennen. Eben war noch Halbzeit, dann liegen plötzlich nur noch wenige Wochen vor mir. Schneller als ich gucken kann, werde ich in den Mutterschutz gehen, nicht mehr arbeiten.Mit der Schwangerschaft sehe ich das Jahr voran schreiten. Zügig läuft es ab. Ist jetzt noch August und wird das erste Herbst-Lamentieren laut, wird gleich Winter sein, wir uns in den Häusern verkriechen und Weihnachten feiern. Die einen Nähnerds planen einen #HosenHerbst, andere wünschen sich eine Verlängerung des Sommers und bei dritten las ich von Herbstnähplänen. Ich sitze vor dem Feedreader und der Nähmaschine wie das Kaninchen vor der Flinte. Erstarrt in Umstand. Klar nähe ich. Erste Teile für den jungen Mann in meinem Bauch. Süß sind die. Das ein oder andere Shirt für meinen Kugelbauch, der gerade wunderschön ist aber so langsam aus allem raus wächst, was ich im Schrank habe. Viel zu viel Jersey für meinen Geschmack, mir fehlt der Webstoff. Ich habs mit einer Patchworkdecke für den Kurzen probiert, sie wächst und gefällt mir sogar, aber das ist nicht das, was mir fehlt.

Mir fehlt das egoistische, das für mich wahre, das Kleider- und Röcke, Blusen, Mäntel nähen. Das erwachsene Nähen. Das ein Ziel hat, aber den ungewissen Ausgang über das Ergebnis mit sich bringt. Das in Schönheit oder Schock enden kann, das mich Neues lehrt und Altbekanntes leicht anwenden lässt. Mir fehlen die großen Pläne, das Verwerfen dieser Pläne und das erste Kribbeln im Bauch beim Blick auf das, was ihr näht und die Idee im Kopf, wie es an mir aussehen könnte – welchen Stoff ich verwenden würde und wie ich das Projekt umsetzen würde.

Mir fehlt mein eigener Nähnerd. Seien wir realistisch, dieses Jahr werde ich ihn nicht mehr treffen, weil ich damit beschäftigt sein werde, den Kurzen kennen zu lernen.

Aber ich freue mich sehr auf das Voranschreiten der Zeit und den damit näher rückenden Tag, an dem ich mein erstes Nähnerd-Prjekt für mich umsetzen werde. Es wird ganz sicher ein Kleid. Oder ein Rock. Oder wird sogar der Wintermantel fertig?