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#102: Neuentdeckung im Zeitschriftenregal: La Maison Victor

Heute Morgen hatte ich zehn Minuten Zeit, die ich mir in einem Kiosk vertreiben konnte. Ein Bahnhofskiosk mit einer großen Auswahl an Zeitschriften. Auch und gerade solche, die mein Nähnerd-Herz höher schlagen ließen. In Minute acht meines Aufenthalts entdeckte ich „La Maison Victor“ – es stand „neu“ drauf, ein Garant für meine Aufmerksamkeit, und nach einem kurzen Blick ins Innere durfte das Magazin für 7,95 Euro mit.

Das Cover

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#35: Ich bin ein „zu“ – oder warum ich nie wieder eine Görtz-Filiale betreten werde

Das Trauma kam früh, verankerte sich tief und bleibt bis heute. Als ich zehn Jahre alt war, brauchte ich Winterschuhe. Größe 40. Meine Mutter stiefelte also mit mir in den örtlichen Schuhhandel, Füße vermessen, Schuhe aussuchen, bezahlen, raus. Mitnichten. 40 ist keine Kindergröße mehr und war damals auch keine Damengröße. „Gehen Sie nach oben, dort ist die Herrenabteilung, da kann sie sich etwas aussuchen“, lautete die Ausage der Verkäuferin. Meine Mutter reagierte entsetzt, ich panisch: Wutanfall, Tränen, Verweigerung. Keine Schuhe in dem Laden für mich. Mit viel Gefahre fanden wir damals so etwas wie kindgerechte Winterschuhe für mich. Was ich damals nicht wusste: das war erst der Anfang.

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