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Me Made Mittwoch mit Frau Ava

Als ich neulich auf der Suche nach einem Schnitt für einen Coatigan war, schloss ich „Frau Ava“ von „Hedi näht“ nahezu aus. (Aber ich habe auch ausgeschlossen, ein Kind zu bekommen, auf dem Land zu wohnen und zurück in mein Elternhaus zu ziehen. Meine Ausschlüsse scheinen nicht ganz aussagekräftig zu sein).

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Planbar nähen. Heute: ich brauche ein Obendrüber.

Ist das nicht ein zauberhaftes Wetter derzeit? Ich liebe, liebe, liebe den Spätsommer. In diesem Jahr wird er für mich begleitet von einem strukturierten Planen des Nähen für die kommenden Monate. Da ich wenig Zeit für mein liebstes Hobby habe, versuche ich diese effizient zu nutzen. Seit einigen Abenden stöbere ich durch das Internet, notiere mir, welche Schnitte ich nähen möchte und suche passende Stoffe dazu, Das macht wirklich Spaß! Seitdem ich akzeptiert habe, dass man beim Nähen nur den kleinsten Teil der aufgewendeten Zeit an der Maschine verbringt, kann ich auch die Dinge rundherum genießen. Recherchieren, einkaufen, zuschneiden etc.

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#61: Was aus den Plänen wurde – heute: Kleider

Neulich blickte ich bereits auf die Rock-Pläne zurück, heute sind die Kleider dran. Im September plante ich zu nähen: Cami, Sally Shirtdress, Elisalex, Tiramisu und Tanja.

Nun, die Bilanz sieht wenig rosig aus: Cami habe ich genäht und beim MMM gezeigt. Hier nochmal ein Auszug, der schön zeigt, warum außer an dem Tag dieses Kleid nie wieder aus dem Schrank durfte:

Cami_Dress_Pattern_2

Das Kleid sitzt einfach nicht. Oben ist es gestaucht weil es zum einen in der Taille zu eng und zum anderen hinten zu lang ist und so auf dem Po aufstößt und sich nach oben schiebt. Zudem mag ich das Futter nicht sehen, ich hätte mit dem Originalstoff doppeln sollen statt zu füttern. Die Ärmel sitzen, obwohl ich sie mittlerweile neu eingesetzt habe, überhaupt nicht. Sie ziehen Querfalten vorn und beulen hinten. Die vielen blauen Kam Snaps habe ich selbst verschuldet und finde sie, seit ich Knopflöcher machen kann, billig und blöd. Obwohl der Rock bereits sehr viel schmaler zugeschnitten ist, ist mir das zu viel Kräusel an einer Stelle meines Körpers, die mir für Kräusel nicht gemacht scheint. Kurz: ich fühle mich in dem Kleid einfach unwohl. Es darf bis zum Frühjahr weiter im Schrank wohnen dann ziehe ich es noch mal an, wenn es dann nicht sitzt darf es ausziehen.

Das Sally Shirtdress liegt als Schnittmuster unangetastet in meinem Schnittmusterregal. Ich habe keine Lust, es zu nähen, es ruft mich (noch?) nicht. Mal sehen, ob wir uns noch finden.

Elisalex. Was aus uns wurde im im ersten Absatz dieses Beitrags zu lesen, mehr sage ich dazu nicht mehr. (Beate: der Schnitt geht am Wochenende auf die Reise!)

Tiramisu. War ich anfangs sehr begeistert vom Cake-Pattern-System, verwirrten sie mich beim Bestellversuch mit „alten“ und „neuen“ Schnittmustern, als ich endlich dachte, ich hätte das richtige PDF-Pattern erwischt lies sich die Bestellung nicht abschließen. Habe das als Zeichen des Universums angesehen und erstmal die Finger davon gelassen. Meine Liebe gilt ja sowieso dem Webstoff, ich habe keinen Jersey mehr im Lager und ein gestreiftes Kleid im Winter scheint mir zu sommerlich.

Tanja. Ja Tanja, was mache ich nur mit dir? Die Gute hängt im zweiten Winter als fertiges Schnittmuster an der Heizung und rollt sich auf. Nach dem ersten, zweiten, dritten und vierten Messen steht fest: wird problematisch werden. Brust = 40, Taille = 42, Hüfte = sagen wir mal grob geschätzt 46 – mein Maß befindet sich nicht im Schnitt. Joah, och nö. Die Risikoanalyse tendiert zu „sein lassen“.

Nach dieser nicht sehr rühmlichen Liste, habe ich aber mal geguckt, welche Kleider denn hier entstanden sind. Als erste – und jetzt alle zusammen rufen: D O D O K L E I D!

Jawoll – zwei sehr geliebte. Das Schweinchen und seine petrolfarbene Schwester. Ausreichend besprochen und gelobt.

Das Weihnachtskleid. Hartes Stück Arbeit. Hat mittlerweile neue Knöpfe, hier noch mit den alten:

burda_kleid

Oh und das eigentliche Weihnachtskleid nach diesem Schnitt habe ich in liebevoller Trennarbeit auch genäht – ich mag es nicht mal fürs Foto anziehen:

Bildschirmfoto 2013-11-14 um 22.13.24

Das Kleider-Fazit: ich hab ’ne Kleiderkrise. Eine ausgewachsene. Nichts sitzt, passt, alles muss x-Mal getrennt werden, ich bin immmer, immer unzufrieden und ich hasse unzufrieden sein. Seit einiger Zeit denke ich darüber nach, woran das liegt. Sind es doch vor allem die Kleider, die mich ganz zu Anfang den Weg des Klamotten-für-mich-nähens haben gehen lassen. Meine Analyse ergab folgende Probleme:

  • Passform: ich muss anfangen, Schnitte professioneller anzupassen. Punkt, keine Ausreden.
  • Kleiderform: Kräusel an der Hüfte gehen nicht. Oben eng, nach unten weiter auslaufend geht besser – entsprechende Schnitte suchen und nähen.
  • Verarbeitung: ich sehe meine Fehler, also behebe ich sie mittlerweile, also für Perfektion in diesem Fall mehr Zeit einrechnen und mir selbst geben. Ein gutes Kleid muss nicht in zehn Minuten fertig sein. Im Zweifel ist weniger mehr.
  • Stoffe: Frau Siebenhundertsachen und andere warnten bereits im Herbst – mein sommerlich verstrahltes Hirn wollte nicht hören, hier Notiz an mich selbst, zu lesen im Herbst 2014: es ist kalt in Hamburg und windig – echt jetzt glaub es mir! Und du hast keine Lust immer eine dicke Strickjacke im Büro zu tragen, wähl also warme Stoffe!

Und im letzten Teil sehen wir uns die Bilanz der Jacken an.

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#59: Was aus den Plänen wurde – heute: Röcke.

Die Projektmanager-Frau in mir hält viel davon nachzuhalten. Ist der Meilenstein erreicht? Wie weit ist das Ziel entfernt? Bin ich noch auf dem Weg? Beim Nähen verzichte ich zwar auf eine Stakeholderanalyse, führe aber – zumindest gedanklich – eine Risikoanalyse durch. Entsprechend habe ich mein Vorhaben Röcke, Kleider und Jacken für den Herbst/Winter zu nähen, nicht aus den Augen verloren oder gar ad acta gelegt. In den kommenden Tagen gucke ich mir mit euch zusammen mal an, wo ich stehe. Weiterlesen

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#36: Schnitte Herbst/Winter: Jacken

Nachdem ich mit euch bereits Rock– und Kleiderschnitte meiner geplanten Projekte geteilt habe, kommen heute mal die neusten Pläne hier ins Blog. Ich brauche so etwas wie Strickjacken oder Pullover oder so. Also „oben drüber“, das bei Kleidern und Röcken geht und den ganzen Tag warm und bequem ist. Weiterlesen

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#22: Röcke für den Herbst

Neben Kleidern gehören Röcke für mich zur absoluten Basisausstattung meines Kleiderschranks. Letzten Winter habe ich mich durch etliche Rockschnitte gekämpft – zum Glück, denn dabei habe ich einige, für mich passende Grundschnitte erarbeitet und umgesetzt. Trotzdem. Mein Bedarf ist hoch und je besser länger ich nähe, umso lieber trage ich andere, neue, bessere Schnitte.

Mein Kleiderschrank beinhaltet Exemplare nach diesen Mustern:

McCalls 5591

Quelle: Screenshot www.mccallpattern.com

Quelle: Screenshot http://www.mccallpattern.com

In zwei Varianten – V1 dunkelblau, geliebt und getragen. V2 aus Stoff von Stoffmarkt. Beige mit neon-pinken Punkten. Bescheuerte Wahl, weil: unkombinierbar. Der Rock endet wohl als Ausstellungsstück wenn ich es nicht schaffe, passende Schuhe, Strumpfhosen und ein Oberteil dazu zu finden. Ich zeig ihn euch demnächst mal am Bügel.

Angefixt durch Lucys letztjährige Version habe ich mich im letzten Winter ebenfalls zwei Mal mit Modell 119 aus der burdastyle 5/2012 beschäftigt. Der eine wie immer geliebter als der andere. Aber sehr gemütlich und ein toller Begleiter.

Amys und Römös in alles Varianten – Römös und meine Beziehung ist leider ein wenig … erkaltet. Ich werde mal rausfinden, ob ich sie diesen Herbst wieder neu entflammen kann.

Was also brauche ich neu?

1. Onion 3033

Sehr starke Haben-Wollen-Anfälle habe ich nach Wiebkes Ming-Onion-3033 bekommen, schon im Winter begeisterte mich pepitas Version. Onion mag mich nicht und ich mag Onion nicht. Ein kaputter Keiderschnitt liegt noch unter dem Nähtisch und wartet auf Entsorgung, ein Hosenschnitt von Onion wartet verschweißt darauf, wie es mit ihm weitergehen mag. Und nun ein Rock nach Onion? Er hat alles, was ich mag: breiter (Form?)Bund. Weiter Rock. Endet unter dem Knie. Ich muss mal rausfinden, wie der Bund geschnitten ist – einfache Rechtecke kann ich nicht tragen (Hohlkreuz! Anpassungen! Ärger! Rutschen!), es muss ein Formbund sein. Zur Not könnte ich den ja auch konstruieren

2. Sewaholic – Crescent Skirt

Quelle: Screenshot www.sewaholic.com

Quelle: Screenshot http://www.sewaholic.com

Skandalös, dass meine Kleiderliste ohne einen Sewaholic-Schnitt auskommen muss. Dabei würde ich fürchterlich gern ein Herbst/Winter-Sewaholic-Kleid haben wollen. Bis dahin halte ich mich an die Tasias Röcke. Spätestens seit Sinjes Hirsch-Exemplar fehlt meinem Schrank ein Crescent-Skirt. Da Urbancut ihn im Sortiment hat, wäre ein schneller Start auch kein Problem. (Bei der Gelegenheit stelle ich fest, dass ich zum ersten Mal wirklich die Preise der Schnitte realisiere. Das Zahlen in anderen Währungen lässt mich immer hübsch über den eigentlichen Preis hinwegsehen – geht euch das auch so?)

Nur zwei? Mal sehen – welche Schnitte braucht ihr in den kommenden Wochen dringend in euren Schränken?

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#21: Kleider für den Herbst

Ich schrieb es neulich schon: der MMM hat mir gefehlt. Aus vielen Gründen. Einer der wichtigsten: meine Hauptinspirationsquelle versiegte. Seit einigen Wochen sprudelt sie wieder und ich entdecke viele, neue Dinge, die in dringend nähen muss. Nähen nach konkretem Plan ist nichts für mich, aber die vielen Vorhaben werdne hier zumindest mal gebündelt.

Los geht’s mit Kleidern.

1. Cami Dress

Bei Dolly entdeckte ich Pauline Alices „Cami Dress„. Abrupte Verliebtheitsschübe meinerseits. Direkt erworben – dank Sinje auch verstanden, dass es sich um einen Downloadschnitt handelt. Ist das nicht zauberhaft? Ich werde – wie fast immer – ohne Tachen nähen und das erste Mal einen seitlichen Reißverschluss in ein Kleid setzen. Seit dem Frühjahr liegt ein wunderschöner rot-weißer Stoff bei mir rum der in diesem Kleid seine Bestimmung finden wird. Ob ich echte Knöpfe ache oder KamSnaps nutze werde ich entscheiden, nachdem ich weiß, wie der Stoff sich verarbeitet. Ausgedruckt ist der Schnitt schon – ggf. wird das das Robson-Nebenprojekt.

2. Sally Shirtdress

Quelle: Screenshot

Quelle: Screenshot

Diesen Schnitt kaufte ich an einem frustrierten Freitagabend – ich weiß bis heute nicht, ob das eine gute Idee war oder mein frustriertes Hirn einfach Mist gebacht hat. Irgendetwas reizt mich sehr an dem Schnitt – konkret: die Taille – gleichzeitig ahne ich aber ziemlichen Ärger auf mich zukommen, der Schnitt sieht auf dem Bogen unübersichtlich aus und ich habe über Serendipity mehrfach gelesen, dass die Größen relativ in alle Richtungen ausfallen. Heißa, eine Herausforderung. Stoff wäre auch vorhanden. Blau mit weißen, mittelgroßen Punkten.

3. Elisalex Dress

Love, love, love. Taillenband, Falten, a-förmiger Rock, da steht mein Name drauf auf dem Elisalex Dress von by Hand London. Ich denke, die #nähnerds werden demnächst für massenhafte Verbreitung des Schnitts sorgen – der ist einfach wunderschön und ein Kleiderschnitt der mit wintertauglichen langen Ärmeln nicht nach Nachthemd aussieht ist eher selten.

Quelle: Screenshot shop.byhandlondon.com

Quelle: Screenshot shop.byhandlondon.com

Das könnte ein Fall für meinen besonderen Stoff von Stoff und Stil werden – ich habe drei Meter hiervon erstanden. Dafür habe ich nach einem Schnitt gesucht, der das Muster nicht zu sehr teilt – könnte hiermit gehen, oder was meint ihr?

4. Tiramisu

Jersey und ich mögen uns außehalb des T-Shirt-Ressorts nicht so wirklich. Könnte aber auch an meinen bisherigen Schnitten liegt. Das Tiramisu Dress von Cake Patterns könnte das kleine Schwarze des Winters werden. Praktisch: wer keine Lust auf PDF drucken & kleben hat oder die Wartezeit scheut, kann es bei Santa Lucia in Deutschland bestellen.

5. Tanja

Quelle: Screenshot www.schnittchen.com

Quelle: Screenshot http://www.schnittchen.com

Der Schnitt des schnittchen-Kleides Tanja ist in meinem Besitz, ausgerädert und vorbereitet und nie genäht. Warum? Tja, letzten Winter musste ich dringend zwei Faltenröcke nähen und hatte danach keine Lust mehr auf Falten, Kräusel o.ä. Jetzt aber.

Und ihr so?