10

#107: WKSA 2014 Teil 1.

In diesem Jahr war aus Gründen wenig Näherei auf diesem Blog angesagt. Zumindest wenig Näherei, wie ich sie gern habe. Aus Webstoffen, auf Figur gebracht und mit Lernfortschritten gespickt. Stattdessen: Jerseykleider, Kindersachen, Kissenbezüge und ähnliches. Ich jammerte bereits darüber. Weiterlesen

7

#53: WKSA Teil 5.

Es fällt mir ein bisschen schwer, zum WKSA-Alltag überzugehen und daher gibts erst noch einen Prolog. Weil: ich bin fasziniert und gerührt! Wegen Euch! Euren Kommentaren zu diesem Post, den Beiträgen, die LucyJuli und Cat ergänzt haben – ich freue mich sehr, dass so viele Perspektiven, Anregungen, Beispiele und Ideen zusammen kommen. Habe ich shcon mal gesagt, dass ich das Bloggen GENAU DESHALB so liebe? Hach, das ist doch Weihnachten.

Nach meinem Teestündchen auf dem Sofa habe ich mich Freitag noch zum Zuschnitt aufgerafft. Wir erinnern uns – nach einigem Hin-und-Her habe ich mich für burda 12/2012, Mode 124 entschieden. Den Stoff dafür hatte ich im Adventskalender. Die beste Mama hatte in ihrem Schätzchenregal einen sehr alten, dunkelblauen Georgette entdeckt und mir überlassen. Ein Traumstoff kann ich euch sagen, genau richtig für diesen Schnitt. Es gibt nur zwei Probleme mit dem Stoff: zum einen löst er sich bereits beim Zuschnitt auf, sodass ich zügigst geoverlockt habe, um am Samstag/Sonntag ganze Schnittteile verarbeiten zu können und nicht nur Fetzen. Das hat gut geklappt. Das zweite Problem habe ich Dussel selbst fabriziert und kann auf dem Bild bewundert werden:

Zuschnitt

Na, wer hat meinen Fehler entdeckt? Ich habe den Vorderrock nicht im Bruch zugeschnitten. 75 Mal habe ich alles kontrolliert – ist ein Tick von mir, vor allem, wenn ich wertvollen Stoff unter der Schre habe. Oder einen Schnitt zum ersten Mal mache oder gleich beides aufeinander trifft. Offenbar war ich aber so verzückt von der Vorstellung, alle Teile auf das knappe Stoffstück zu bekommen, dass mein Hirn die Information „Stoffbruch“ auf dem VT des Rockes nicht verarbeitet hat. Auch die Schnittanleitung von burda habe ich noch etwa vier Mal gelesen und anhand der ausgelegten Schnittteile kontrolliert. Nichts, aber auch gar nichts habe ich dabei bemerkt.

Erst gestern Abend nachdem ich die vordere Passe zum vierten Mal annähte (zwei Mal passte die Spitze nicht, beim dritten Mal saß sie perfekt aber ich hatte die linkten und nicht die rechten Stoffseiten aufeinandergebracht … an dieser Stelle darf gelacht werden) und dann noch „mal kurz vorm Abendessen“ den Rock anbauen wollte, bemerkte ich den Fehler. Da noch ca. 0,002 cm des Stoffes vorhanden sind, bleibt mir nichts anderes übrig, als die Vorderteile mit schmaler Naht aneinander zu nähen und dann eben eine Naht in der Mitte zu akzeptieren.

Ich bin also meilenweit entfernt vom eigentlichen Motto:

Nur noch der Saum! / Ich könnte hier nochmal nachbessern / Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider.

Aber: ich bin mordsmäßig entspannt und bester Dinge, dass ich im Sonntag in einem fertigen Kleid vortanze. Nicht, dass hier noch ein Futterkleid fällig ist, das noch nicht mal zugeschnitten ist (Schnittteile zusammenkleben: bäh!), nicht, dass noch Knöpfe fehlen würden (kleine, güldene Kügelchen stelle ich mir vor … nicht zu bekommen im GANZEN Internet nicht), nicht, dass ich noch nie Manschetten genäht hätte oder gar Knopflöcher. Aber das alles wird mir den Spaß nicht verderben. Denn ich habe ab Mittwoch Urlaub und bevor am Freitag die Wochenend-Kinder für eine Woche bei uns einziehen, werde ich jede freie Minute im Nähzimmer verbringen und der olle Haushalt und alle anderen Dinge können mich mal kreuzweise. So siehts aus an dieser Front aus, die anderen WKSA-Näherinnen könnt ihr drüben unter der Leitung der wunderbaren Katharina bewundern.

1

#51: WKSA Teil 4

Habt ihr es bemerkt? Ich habe letzte Woche einfach geschwänzt beim WKSA. Aus Gründen gab es nichts zu zeigen und zu erzählen. Eine Idee Wirklichkeit werden zu lassen, ist immer anstrengender als ich mir das vorher so vorstelle. Dabei könnte ich das im siebten Jahr meiner Online-Hebammen-Tätigkeit langsam mal wissen. Stattdessen mussten an den letzten Wochenenden auch noch eine Konferenz und ein Seminar absolviert werden. Ganz im Sinne des Self-Carings hatte ich im November jeden Abendtermin privater und beruflicher Natur abgesagt – meine Energien reichen nicht für alles, allerdings habe ich dann gemerkt, dass mir der Austausch mit meinen Freunden fehlt und das so auch nicht sein kann. Für 2014 ist ein fester Vorsatz, eine bessere Balance zwischen meinen Ich’s und ihren sehr unterschiedlichen Interessen zu finden.

In Folge der letzten Wochen habe ich nähtechnisch nur Stapelverarbeitung betrieben – das mache ich in Stressphasen gern, um selbst bei kleinsten 10-Minuten-Zeitfenstern noch ein bisschen an der Nähmaschine sitzen zu können: Schnitte, von den ich weiß, dass sie funktionieren, werden an einem Sonntagnachmittag aus verschiedenen Stoffen zugeschnitten und verarbeitet, wenn Zeit dafür ist. Was in diesen Phasen leider gar nicht funktioniert: neue Schnitte umsetzen. Da das Weihnachtskleid aber auf jeden Fall nach einem neuen Schnitt rief, blieb es liegen. Ich habe den Schnitt vom letzten WKSA-Post gekauft, ausgedruckt, zusammengeklebt und die anstehenden Längenänderungen aufgeschrieben. Ich habe aber weder die Nahtzugaben angezeichnet, noch ausgeschnitten – von Probekleid will ich gar nicht erst reden. Neben meinem Zeitproblem fehlte die Motivation, weil ich seit geschlagenen zwei Wochen auf die Lieferung von stoffe.de warte. Es ist ein Kreuz mit diesem Laden. Ich bestelle dort sehr gern und ca. 60% der Lieferungen erreichen mich ohne weitere Probleme. Die restlichen 40% meiner Bestellungen sind zeitkritisch und führen unweigerlich zu Problemen. Ich warte derzeit auf Rückruf oder auf Antwort meiner Mail – bisher passiert: nichts.

Da wir aber den 1.12. bereits hinter uns haben, habe ich auch den von Mama vergrößerten Schnitt des eigentlichen Traumkleides (burda 12/2013, Mod. 124) mittlerweile im Adventskalender gehabt. (Dickes Lob und Riesen-Dank an dieser Stelle Mama – das war wirklich wunderbar!). Gestern war ich ein paar Stunden bei ihr, wir haben einen herrlichen Adventsnachmittag mit Schwestern, Nichte und Eltern verbracht, waren ein bisschen shoppen, Kaffee trinken und ich habe es geschafft, ein Probeoberteil zu nähen. Passt alles prima und kann theoretisch zugeschnitten werden. Bilder davon hätte ich euch hier gern gezeigt aber ich trage nur das Oberteil und Strumpfhosen, das geht leider nicht 😉 Praktisch wird das vor Freitag oder eher Samstag nichts werden – aber ich bleibe jetzt entspannt. Bis zum Finale sind es noch ein paar Tage und nach Donnerstag kommender Woche wird es ruhiger bei mir und ich werde noch ein paar Tage Urlaub haben, sodass ich auch tagsüber mit klarem Kopf und voller Konzentration nähen kann. Darauf freue ich mich. Sehr.

Nun gehe ich gucken, was die anderen Weihnachtskleidernäherinnen so treiben und wie weit es Gastgeberin Katharina geschafft hat.

15

#46: WKSA – Teil 2

Für den heutigen Beitrag sieht Katharina, Gastgeberin des WKSA, folgende Themen vor:

Jetzt nähe ich doch lieber was die anderen alle nähen / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Taddaa, zugeschnitten! / Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

Dazu kann ich sagen: nichts von alledem trifft hier zu. Ich stehe auf dem kreativen Schlauch. Habe ich mich für einen Schnitt entschieden, kann ich mich nicht für einen Stoff entscheiden. Habe ich einen Stoff gefunden, finde ich keinen Schnitt. So richtig zufrieden macht mich aber keine der Entscheidungen, die ich bisher getroffen habe. Daher habe ich sie auch alle wieder verworfen. Ganz großes Kino. Sehr untypisch für mich, ich bekomme das normalerweise binnen Minuten zusammen.

Weiterlesen

10

#45: Jammerpost.

Diese Woche läuft komplett anders, als ich mir das vorgestellt habe. Was zu weiten Teilen daran liegt, dass ich mir ein hübsches Virus eingesackt habe, das es sich mal so richtig gemütlich bei mir macht. Mit allem, was man nicht haben will. Montag kämpfte ich noch tapfer dagegen an, seit gestern hüte ich abwechselnd Bett und Sofa. Schlafe tagsüber nochmal so vier bis fünf Stunden zum Tagesfernsehprogramm und ernähre mich von Kartoffelpüree. (An alle Mütter: ja ich weiß, dass es Luxus ist, allein krank sein zu können) Dem Mann habe ich vorgeschlagen, ins Hotel zu gehen und erst wieder zu kommen, wenn ich gesund bin, so sehr kann ich mich gerade selbst nicht leiden. Weiterlesen