2

#128: 12 von 12 im Oktober.

Oktober. Sagt einem ja auch keiner vorher, wie schnell so ein Jahr vergeht, wenn man ein Baby hat.

12v12_Oktober2015_1

Guten Morgen – glasklare, eiskalte Luft und der Kastanienbaum wird langsam aber sicher braun.

12v12_Oktober2015_2

Ich wache neben Mr H auf – nein er hat nicht bei uns geschlafen, wir haben zusammen auf der Couch in seinem Zimmer geschlafen, weil er mal wieder hustet und ich hoffe, dass wenigstens der Papa etwas Schlaf bekommen hat.

 

Nach dieser Nacht brauche ich sehr fix einen Kaffee. Mit Hamburg-Erinnerung dabei.

Nach dieser Nacht brauche ich sehr fix einen Kaffee. Mit Hamburg-Erinnerung dabei.

 

Wäsche. Überhaupt dieser Haushalt. Die Pest. Wer hat sich das alles ausgedacht? Und warum haben Generationen von Hausfrauen das ausgehalten? Ich muss täglich fluchen ob der Widersinnigkeit der immer gleichen wiederkehrenden Arbeit.

Wäsche. Überhaupt dieser Haushalt. Die Pest. Wer hat sich das alles ausgedacht? Und warum haben Generationen von Hausfrauen das ausgehalten? Ich muss täglich fluchen ob der Widersinnigkeit der immer gleichen wiederkehrenden Arbeit.

 

Ein Herzenswunsch ist in Erfüllung gegangen: Mama Schrank für meinen Sohn. Mit unfrewilligem Shabbychic-Abplatzern im frischen Lack - muss ich noch mal ran.

Ein Herzenswunsch ist in Erfüllung gegangen: Mamas Schrank für meinen Sohn. Mit unfrewilligem Shabbychic-Abplatzern im frischen Lack – muss ich noch mal ran.

 

Mittagsprozedur.

Mittagsprozedur.

 

Mittag für mich, mit Kuchenplanung für morgen. Ich backe mich gerade durch das Standardwerk deutscher Haushalte. Und liebe es sehr. Kein Schnickschnack, kein Gedöns, einfach gute Rezepte.

Mittag für mich, mit Kuchenplanung für morgen. Ich backe mich gerade durch das Standardwerk deutscher Haushalte. Und liebe es sehr. Kein Schnickschnack, kein Gedöns, einfach gute Rezepte.

 

Nach der Planung kommt das Vergnügen. Derzeit mit "Mad Men", ja richtig uralt, ich hänge halt hinterher.

Nach der Planung kommt das Vergnügen. Derzeit mit „Mad Men“, ja richtig uralt, ich hänge halt hinterher.

 

Ab auf die Piste. Leider immer seltener zu Fuß. Heute vor uns auf der Landstraße: ein Lama, das die Zunge rausstreckt. Ja ich weiß, kaum zu sehen, hat mich aber 10 Kilometer lang sehr unterhalten.

Ab auf die Piste. Leider immer seltener zu Fuß. Heute vor uns auf der Landstraße: ein Lama, das die Zunge rausstreckt. Ja ich weiß, kaum zu sehen, hat mich aber 10 Kilometer lang sehr unterhalten.

 

12v12_Oktober2015_10

Abendprozedur.

 

Jetzt noch schnell backen und dann die Füße hochlegen.

Jetzt noch schnell backen und dann die Füße hochlegen.

 

Nix mit Füße hoch - wandern zwischen Wohnzimmer und Kinderzimmer, weil Mr H nicht schlafen kann. Das wird sicher eine heitere Nacht.

Nix mit Füße hoch – wandern zwischen Wohnzimmer und Kinderzimmer, weil Mr H nicht schlafen kann. Das wird sicher eine heitere Nacht.

27

#127: Stilwechsel.

Die Zeit der Webstoffkleider und -röcke ist für mich vorbei. Vorerst.

Es hat ja nur anderthalb Jahre gedauert, bis ich es eingesehen habe und aufschreiben kann. Laut gesagt habe ich den Satz allerdings noch nicht. Es ist so: etwa anderthalb Meter meines Kleiderschranks füllen meine Kleider und Röcke. Getragen habe ich davon in den letzten 18 Monaten: Null. Muss man nun also anderthalb wertvolle Schrankmeter weiterhin mit Kleidung belegen, die zum derzeitigen Leben nicht passt? Nein, denke ich und werde zwei, drei der vielen Umzugskartons auf unserem Dachboden damit füllen. Um Platz zu machen für etwas Neues.

Etwas Neues, das zu meinem heutigen Ich passt. Dass Breiflecken verzeiht. Dass Patschehände, die eben noch im Dreck gewühlt haben, verträgt. Etwas, in dem ich in die Hocke gehen kann, ohne dass es mich einengt, etwas in dem ich spontan einen Sprint einlegen kann, das spontan einsetzenden Regen eine Fußstunde von zu Hause entfernt aushält, etwas das geklettert und geschmust werden kann, auch wenn der kleine Mund noch voller Apfelmus klebt. Etwas in dem ich mich nach mir fühle und mir nicht verkleidet vorkomme. Etwas, das passt. Etwas, das akzeptiert, dass hier noch einige Kilos mehr sind, als vor der Schwangerschaft. Etwas, das akzeptiert, dass mein Körper anders fühlt und anders ist, dass mir hilft, diese Veränderung anzunehmen. Etwas das der ländliche Einzelhandel nicht im Angebot hat, etwas mit Stil obwohl es auf die Mutti-Uniform hinaus läuft.

Was kann das sein? Auf meinem Inspirationsstreifzug durch das Internet bin ich bei der Frau gestartet, deren Stil ich sehr, sehr liebe. Die so authentisch wie kaum eine andere in ihrer Kleidung ist und die aus Notwendigkeiten eine Tugend machen kann. Sinje. Linden-Sweater, schwarze Jeans, Ballerinas. Origami-Rock, Shirt, Sneaker. Mal ein Hauch Grau. Sporty Fashionista. I <3. Meine erste Idee: ein Sweater muss her – nein nicht so etwas mit kreisrunden Taschen und Applikationen und aus Kinderstoff, eher etwas locker geschnittenes, Raglan, schlicht, passend zu meiner grauen Lieblingsjeans, evt vorn kürzer als hinten.

Linden ist schon toll.

Sehr cool auch Fraser von Sewaholic – wobei mir hier die Armschnittführung nicht so richtig gefällt, es könnte sein, dass das ein Schwitzklemmer wird.

Auf meiner Recherchereise bin ich in neue Gefilde vorgedrungen. Deutsche Schnittmusterdesignerinnen, die vornehmlich Jersey oder Sweat verarbeiten. Alice von Prülla finde ich überraschend großartig. Allerdings hat meine Beispielsuche ergeben, dass es häufig nicht ganz so hübsch sitzt wie an der Designerin selbst. Einen Versuch mit dünnem Seat könnte es wert sein.

Viel gelobt wurde im Netz immer wieder dieses hier:

Ich hänge ein bisschen – evt ist mir das schon einen Hauch zu … pfiffig. Zu nah an kreisrunden Taschen und Kinderstoff. Vielleicht bin ich aber auch phantasielos.

Ich werde mal etwas rumprobieren. Ein bisschen Stoff bestellen und vorsichtig ausprobieren, wohin es mich zieht. Was ich nicht ganz lassen möchte sind ein Herbst und Winter in Rock/Kleid und Stiefeln. Dafür muss schon mal eine Leggings her. Roxie aus der ersten La-Maison-Ausgabe könnte einen Versuch wert sein. Und dann ein Origami-Rock dazu? Ich habe einen, den ich so geliebt habe, dass er auseinander fällt und kann mir trotzdem nicht vorstellen, noch einen zu nähen. Trägt am ohnehin geschundenen Bauch sehr auf. Habt ihr eine Idee für einen bequemen und komfortablen Rockschnitt, der Babyalltag und Homeoffice mitmacht?

Und die Kleider? Ich bin fest entschlossen, gegen meine Jerseykleid-Aversion, die mir aus der Schwangerschaft geblieben ist, anzugehen. Eventuell muss ich mal eine andere Form ausprobieren. Moneta von Colette Patterns etwa.   Besser noch Davie von Sewaholic:

Wobei ich mich sehr in das Ariel-Kleid (leider online nicht auffindbar) aus der aktuellen La Maison verliebt habe – vielleicht doch ein Webstoff, aber mit Stretch? Bliebe aber die Herausforderung, dass Strumpfhosen nun wirklich gar nicht babytauglich sind.

Farblich bin ich bei Sinje: grau, schwarz. Ich ergänze dann noch mit blau und ein paar Aqua-Tönen. Etwas pink eventuell.

4

#125: Brigitte Kreativ

Heute morgen entdeckte ich, dass die Brigitte ein neues Heft an den Kiosk bringt. Brigitte Kreativ. Neue Zeitschriften von lang gehegten Lieblingsmarken bekommen immer eine Chance bei mir – auch wenn ich sofort skeptisch war. „Kreativ“ ist kein eindeutiges Bekenntnis zum Nähen und kann schnell mal in Schnullerketten und Tatüs enden. Weiterlesen

2

#124: Stoffwechsel, das Finale.

So. Da ist es nun, das Finale des Stoffwechsels. Ich hatte mich sehr darauf gefreut. Dann aber kam da dieses Leben dazwischen. Mehrere Wochen Bronchitis bei Mr H. Eine Hochzeit. Ein Umzug. Um nur mal ein paar Dinge zu nennen.

Nun sitze ich auf der Couch unseres Urlaubsdomizils und verfasse diesen Beitrag in dem Wissen, dass ich die Deadline gerissen habe, bzw weiter reißen werde, denn nie und nimmer wird in diesem Monat hier etwas genäht werden. Das ärgert mich sehr, denn ich mag es nicht, nicht fertig zu werden. Das ist mir in meinem Leben auch nur sehr selten passiert. Seitdem ich ein Kind habe, geschieht das leider öfter.

Hier wird nun aber ge-urlaubt. Nähfrei. Wenn wir zurück kommen werden wir noch eine Weile mit Einleben und zu Ende einrichten beschäftigt sein.

Was ich aber meiner bestimmt neugierigen Stoffpatin, deren Identität ich noch immer nicht kenne, zurufen möchte, ist: ich werde den Stoff verarbeiten, ich habe auch bereits einen Schnitt dafür ausgewählt und mit einem anderen Stoff probegenäht. Natürlich habe ich keine Fotos davon gemacht, sodass ich hier nichts zeigen werde. Es wird werden. Nur etwas später.

In diesem Sinne: einen hübschen August wünsche ich euch allen!

0

#123: In Hamburg sagt man Tschüß.

Elternzeit. Ankommen in dem neuen Leben. Um es dann einmal auf den Kopf zu stellen. „Weltreise“, so nehme ich an, wird es den ersten Lesern nun in den Kopf schießen. Weil einige Eltern das in der gemeinsamen Zeit machen und das häufig in den Medien so dargestellt wird, als würde man das jetzt so tun. Nein, nein auf eine Weltreise gehen wir nicht. Wir nehmen nicht mal gemeinsam Elternzeit. Weiterlesen

6

#122: Stoffwechsel – der Stoff.

Mein Stoff ist schon ein paar Tage bei mir, allerdings wurde Mr H gestern getauft, sodass ich erst heute Abend zum bloggen komme. Am 12. habe ich ihn erhalten und auf Instagram und Twitter schon mal die hübsche Verpackung gezeigt:

Ui. #nähnerd-Post. #12v12 #12von12 #stoffwechsel

A post shared by Katarina (@katarina_hh) on

Weiterlesen